Im Interview: Tieto Geschäftsführer Thomas Hohenauer

By | 17.06.2016|Allgemein, Mitglieder|

Das finnische Unternehmen Tieto ist der größte IT-Dienstleister im Norden Europas und bietet Life Cycle Services für den privaten und öffentlichen Sektor sowie Produktentwicklung auf dem Gebiet der Kommunikations- und Embedded-Technologie. Auch in Österreich ist das Unternehmen mit einer eigenen Niederlassung erfolgreich.

Wann und wo genau wurde Tieto gegründet? 

„Tieto wurde 1968 in Espoo, Finnland, gegründet. Damals, noch unter dem Namen Tietotehdas Oy, betrieben wir hauptsächlich Rechenzentren. In den 90er Jahren erlebten wir schnelles Wachstum durch Akquisitionen, Fusionen und strategische Allianzen. 1999 fusionierten wir mit Enator zu TietoEnator und seit dem 26. März 2009 heißt das Unternehmen TIETO Corporation. Im Jahr 2005 sind wir als Tieto Austria Gmbh in den österreichischen Markt eingetreten. Seit 2009 ist unser Unternehmen eine Aktiengesellschaft und firmiert unter „Tieto Oyj“. Die Tieto Corporation ist an der Wertpapierbörse NASDAQ OMX in Helsinki und an der Börse in Stockholm gelistet. Wir sind in über 20 Ländern vertreten und haben den Hauptsitz in der finnischen Hauptstadt Helsinki.

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Wofür steht das Unternehmen? Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal?

Wir sind die Schnittstelle zur Unternehmensberatung und IT-Dienstleistung. Schon zu Gründungszeiten galten wir als Pioniere in der IT-Welt: So wurden beispielsweise die Software für das weltweit erste Internet-Banking erstellt oder im Gesundheitsbereich die Patientendaten digitalisiert. Bis heute arbeiten wir an Innovationen und Entwicklungen, die für Unternehmen, die Gesellschaft aber auch jeden einzelnen von Wert sind. Aufgrund des Involvements in zahlreichen Industrien kann Tieto für jeden Anwendungsfall auf erfahrene Expertinnen und Experten zurückgreifen.

Was ist das typisch Finnische am Unternehmen?

Tieto ist Finnisch und heißt übersetzt Wissen und durch Wissen wird Vorsprung erlangt. Die nordischen Länder sind bekannt für ihre Vorreiterrolle in bedeutenden Bereichen wie Bildung, Medizin, Industrie und Energie. In Österreich profitieren wir einerseits vom Know-how, aber auch von der Erfahrung, die in den einzelnen Bereichen gemacht wurde. Damit überzeugen wir bei Beratung und Umsetzung.

Beispielsweise kommt den österreichischen Energieversorgern unsere Expertise beim Smart Metering Rollout zugute. Best Practice Beispiele stammen aus der Papierindustrie, bei der Industrie 4.0 nicht nur ein Schlagwort ist. Neue Perspektiven bringen wir in die Arbeitswelt durch unseren Future Office-Ansatz rein.

Können Sie ein paar Geschäftszahlen des Konzerns nennen?

2015 erwirtschaftete die Tieto Corporation einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. 13.000 Expertinnen und Experten sind rund um den Globus für Tieto tätig.

Seit wann gibt es das Unternehmen in Österreich? Welchen Stellenwert hat es hierzulande?

In Österreich sind wir seit 2005 vertreten und dürfen durch die Betreuung und Beratung von renommierten Kunden hohes Ansehen genießen. Dank unserer skandinavischen Wurzeln und dem stetigen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Norden sind wir am Puls der Zeit. So können wir auch in Österreich der Vorreiterrolle gerecht werden.

Worauf ist Tieto besonders spezialisiert? Welche Produkte, Services bietet das Unternehmen konkret an?

Wir bieten sämtliche Life-Cycle Services für den privaten und öffentlichen Bereich wie auch Produktentwicklung in der Kommunikation und bei Embedded Technologies. Durch Industrie Know-how, Technologie-Vision und innovatives Denken unterstützen wir unsere Kunden proaktiv bei der Realisierung neuer Möglichkeiten in der Business Transformation. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Unternehmen und Gesellschaft mittels IT – durch Realisierung neuer Möglichkeiten in der Unternehmenssteuerung – weiterzuentwickeln. Durch smarte Produkte, digitale Services und mobile Lösungen erschließen wir neue Umsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus optimieren wir Produktion und Vertrieb und integrieren im Rahmen von Customer Experience Management Lösungen sämtliche Berührungspunkte von Unternehmungen mit ihren Kunden.

Unser Branchenfokus umfasst Unternehmen aus Industrie (Schwerpunkt Papier- und Zellstoffindustrie), Energieversorgung, Telekommunikation (Operators), Gesundheits- und dem öffentlichen Bereich. Langjährige Partnerschaften bestehen mit Oracle, SAP, Microsoft, InterSystems, Genesys und Avaya.

Welche Wachstumspläne haben Sie für Österreich und auch global?

2016 sind wir gut ins Jahr gestartet und konnten bereits deutliches Wachstum in Österreich und global verzeichnen. Tieto Global steigerte bei Cloud-Services den Umsatz um sagenhafte 72 Prozent und bei Industrie-Produkten um 13 Prozent. Auch die Branchen Financial Services und Public, Gesundheitswesen und Soziales verbuchten einen Erfolg und haben sämtliche Erwartungen übertroffen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die erste Wahl bei Geschäftserneuerungen für unsere Kunden zu sein. Die Zahlen verdeutlichen, dass wir auf einem guten Weg sind. Das Wachstum des Gesamtmarktes von Tieto wurde mit 2 Prozent prognostiziert.

Zur Person  

Thomas Hohenauer (52), Geschäftsführer Tieto Österreich 

In seiner bisherigen Laufbahn betreute er Kunden aus der Energie-, Öl-, Gas- und Fertigungsbranche. Er verfügt über breites Know-how in der holzverarbeitenden, Zellstoff-, Papier- und Verpackungsindustrie, weshalb er 2015 zusätzlich von der Tieto Corporation die internationale Verantwortung der Industrielösung „Production Excellence“ übertragen bekam.

 

Silvretta Montafon setzt finnische Smiley-Terminals ein. Vertrieb über ScanLang GmbH

By | 17.06.2016|Allgemein|

Nach einer zehnwöchigen Testphase von Dezember 2015 bis Februar 2016 setzt die Silvretta Montafon an acht Bergrestaurants und an insgesamt 12 Standorten Smiley-Terminals zur Messung und Verbesserung der Gästezufriedenheit ein. Die in einem Schilderhalter sichtbare Frage an die Gäste ist in jedem Restaurant dieselbe: „Würdest Du unsere Berggastronomie weiterempfehlen?“ Dabei drücken Gäste auf einen von vier Smiley-Buttons.

Gerade bei Unternehmen mit mehreren Standorten ist das Monitoren der Zufriedenheit der Gäste eine größere Herausforderung. Die Zielsetzungen an ein effektives Monitoringsystem waren daher mannigfaltig: Oberste Prämisse war die Schärfung des Bewusstseins, wie sich die Kundenzufriedenheit in den insgesamt neun Berggastronomien der Silvretta Montafon entwickelt. Das Messsystem muss dafür für die Gäste selbst äußerst einfach zu bedienen sein und nicht nur eine Momentaufnahme, sondern permanent Überblicksbilder über die Zufriedenheit mit dem gastronomischen Gesamtangebot liefern. Die Gastronomieleitung der Silvretta Montafon möchte außerdem mit der Einführung eines neuen Tools ein zusätzliches, starkes und in den Bergrestaurants deutlich sichtbares Zeichen für ihre Gäste setzen, dass ihre Einschätzung bzw. Meinung über die erlebte Servicequalität und das gastronomische Gesamtangebot sehr bedeutsam ist. Nach der Teststellung entschied sich die die Geschäftsleitung für die Lösung von HappyOrNot. Richard Kreutzer, Prokurist der Silvretta Montafon Gastronomie: „Das System von HappyOrNot bestätigt unsere Einschätzung, wie unsere Gäste das gastronomische Gesamtangebot bewerten. Wir können damit aber noch genauer das Empfinden unserer Kunden einordnen. Vor allem die Feedbackzahl von über 280.000 in vier Monaten zeigt uns die hohe Akzeptanz dieses Feedbackinstruments.“

Mitglieder-Porträt: Unternehmer Hannu Ylitalo

By | 05.06.2016|Allgemein, Mitglieder|

“Together Moving Forward”

Seit 2003 unterstützt der Geschäftsmann Hannu Ylitalo von Wien aus die Exportaktivitäten finnischer KMU. Seine Erkenntnis: „Wir Finnen werden wegen unserem technischen Know-how und unserer ehrgeizigen Projektabwicklung sehr geschätzt. Wenn wir noch mehr kundenorientierten Zugang einhalten, und eine gewisse Flexibilität zeigen, steht dem gemeinsamen Erfolg nichts mehr im Weg!“

Ylitalo gilt als Experte wenn es darum geht, Unternehmen bei ihrer Marktbearbeitung und ihren Verkaufsaktivitäten in Mitteleuropa zu begleiten. Seine Tätigkeit umfasst einerseits neue Märkte zu erforschen, neue Kunden zu akquirieren, sowie Messevertretungen zu übernehmen. Andererseits informiert er seine Auftraggeber aktiv über Marktentwicklungen und das aktuelle Geschehen in den relevanten Regionen. Der besondere Vorteil für seine Auftraggeber: Umfangreiche Marktstudien, Unterlieferanten-Forschungen sowie ggf. auch der lokale Zukauf von Firmen. Welche Länder werden betreut? Es sind dies Deutschland, Österreich, Rumänien, Slowenien, die Schweiz und Ungarn. Es werden aber auch Aufträge in Kroatien, in der Slowakei, in Tschechien und in Polen abgewickelt.

Seine bisherigen Auftraggeber sind breitgefächert: Von der Umweltindustrie, Papier- und Zellstoffindustrie, der Forstwirtschaft und dem Maschinenbau bis hin zur Dünnblech-Mechanik und der Arbeitsschuhindustrie. Als Referenzen können u.a. folgende Unternehmen erwähnt werden: Biojack Oy, Cross Wrap Oy, MacPresse Europe, MeramaTec Oy, RKT Rannikon Konetekniikka Oy, Trial Oy, Solving Oy und eine Vielzahl weiterer kleiner finnischer Unternehmen. Ebenfalls hat Hannu Ylitalo den finnischen Markt für die Wein- und Sektproduzenten Christian Madl Sektkellerei und Manfred Weiss Weingut betreut.

Ylitalo zu zukünftigen Chancen: „Finnische Unternehmen, die bereit sind, auf die Kundenwünsche einzugehen und kundenorientierte Lösungen anbieten, haben gute Möglichkeiten auf dem hiesigem Markt. Innovative Lösungen sind immer gefragt.“

Den größten Bedarf sieht Ylitalo übrigens aktuell im Bereich Energie- und Umwelttechnik.

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Unternehmer Hannu Ylitalo

Kontakt:

Hannu Ylitalo
Entrepreneur – Business Development
Mobil: +43 664 2213763
Mail: hannu.ylitalo@oraetcredo.eu
Web: www.oraetcredo.eu

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