About Finnisch-Österreichisches Wirtschaftsforum

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Netzwerkabend am 5.9.2017

By | 14.09.2017|Allgemein, Mitglieder, Veranstaltungen|

Die erste Veranstaltung des Herbstes war ein Netzwerkabend mit dem Schwerpunkt Immobilien. Finnforum-Mitglied Dipl. Ing. Milla Mouhu erzählte über ihre Arbeit als Immobilienmaklerin beim Franchise Unternehmen RE/MAX und gab Ratschläge zu verschiedenen Immobilienfragen. Die rege Diskussion in gemütlicher Atmosphäre dauerte mehrere Stunden.

 

Im Interview: Planmeca Gründer Heikki Kyöstilä

By | 01.09.2017|Allgemein, Mitglieder|

Die Planmeca-Gruppe nimmt seit mehr als 45 Jahren eine Pionierstellung in der Medizintechnik ein. Das Unternehmen wurde 1971 in Finnland von Heikki Kyöstilä gegründet, der immer noch der Präsident und Eigentümer des Unternehmens ist. Kyöstilä hat erlebt, wie sich sein Unternehmen und die Branche parallel entwickelt haben. Nach Einschätzung von Kyöstilä war einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg des Unternehmens das unbeirrte Engagement für eine kontinuierliche Forschung und Entwicklung.

Die Entwicklungsgeschichte der Planmeca-Gruppe begann in Finnland. Welche Bedeutung hat dies für das Unternehmen?

Planmed Verity design

„Wir sind stolz darauf, ein finnisches Unternehmen zu sein und hatten immer schon einen festen Glauben an finnisches Know-how. Unser Hauptsitz befindet sich ebenso wie unsere Produktion immer noch in Helsinki. In diesem Jahr feiert Finnland seine hundertjährige Unabhängigkeit, deshalb ist dies für uns ein herausragendes Jahr. Exzellente Bildung, Investitionen in Forschung und Kooperationen zwischen den Akteuren der Branche sind die Eckpfeiler des Fortschritts. Dementsprechend hat Planmeca zu den Feierlichkeiten durch Spenden an finnische Universitäten beigetragen. Wir haben auch für eine großartige Kampagne gespendet, die Gelder für die ‚Krisenmanagement-Initiative‘ (Crisis Management Initiative, CMI) sammelt, eine finnische Organisation, die sich für die Prävention und Lösung gewaltsamer Konflikte engagiert. Der Friedensnobelpreisträger und frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari hat CMI gegründet, und diese Kampagne war das Überraschungsgeschenk zu seinem 80. Geburtstag in diesem Jahr. Frieden und Kooperation sind die Grundpfeiler der Humanität und betreffen somit auch das Geschäftsleben. Wir sind stolz darauf, dass wir dieses wunderbare Anliegen durch CMI unterstützen können.“

Finnland ist von großer Bedeutung für die Unternehmensgruppe, aber wie sieht die Unternehmenssituation in Österreich aus?

„So wichtig unsere finnischen Wurzeln für uns auch sind, so sind wir doch im Kern ein Weltkonzern – das größte Privatunternehmen in dem Sektor. Unsere Produkte werden in über 120 Ländern vertrieben. Es gibt viele Bereiche, in denen wir eine starke Stellung haben, und ebenso viele, in denen wir über großes Potenzial verfügen. Europa ist als Absatzgebiet für uns von großer Bedeutung. Österreich ist ein hervorragendes Beispiel eines Marktbereichs, in dem wir großen Erfolg hatten, aber noch wachsen und unsere Dienstleistungskonzepte weiter einführen können. Ich freue mich sagen zu können, dass viele der führenden Universitäten und Kliniken in Österreich zu unseren Kunden zählen, und dies lässt mich optimistisch in unsere Zukunft in diesem Land blicken. Die Plandent GmbH ist Teil der Planmeca-Gruppe und des Plandent-Unternehmensbereichs und hat großartige unternehmerische Visionen für Österreich. Ich gespannt darauf zu sehen, was die Zukunft bringt!“

Planmeca Romexis Software 3D

Können Sie uns etwas über die aktuellen Entwicklungen bei der Planmeca-Gruppe sagen?

„Unsere neuen Produkteinführungen in diesem Jahr dürften für Furore sorgen. Zum Beispiel setzt unser neues Röntgengerät höhere Maßstäbe für alle DVT-Bildgebungsgeräte. Ebenso bahnbrechend ist unser neuer Algorithmus für die Patientenbewegungskorrektur. Bewegungen während der Röntgenaufnahme führen zu verschwommenen Bildern, sodass Neuaufnahmen notwendig sind. Dieser Algorithmus korrigiert die Bewegung, und dies bedeutet weniger Wiederholungen. Das ist besonders bei lebhaften Patienten wie etwa Kindern hilfreich, die nicht stillhalten können. Dies ist ein hervorragendes Beispiel einer Innovation, die wirklich zu besserer Patientenversorgung und effizienteren Arbeitstagen beiträgt. Ich muss auch unseren neuen Intraoralscanner erwähnen – er ist klein, leicht und schnell. Wir haben wunderbare Bewertungen für ihn erhalten und die Anwender sind begeistert von seinen Funktionsmerkmalen.

x-ray

Röntgen

Unsere Präsenz im medizinischen Bereich hat ebenfalls Beachtung gefunden. Planmed stellt als Teil der Planmeca-Gruppe wirklich einzigartige Bildgebungslösungen für die Mammografie und orthopädische Bildgebung her. Unser Extremitätenscanner ermöglicht beispielsweise die Bildgebung unter Gewichtsbelastung – dies bedeutet, dass die Bildgebung vorgenommen werden kann, während der Patient steht. Diese Art der Untersuchung ist zum Beispiel bei vielen Fuß- und Fußgelenkerkrankungen sehr nützlich. Wir bieten außerdem Lösungen für Tierärzte an, wie etwa diesen Extremitätenscanner. Es passiert also viel und es gibt viele spannende Neuentwicklungen bei uns. Letztendlich geht es immer darum, medizinisches und zahnmedizinisches sowie veterinärmedizinisches Fachpersonal dabei zu unterstützen, die Patienten bestmöglich zu versorgen.“

Was bringt die Zukunft für die Planmeca-Gruppe?

„Die digitale Revolution ist in vollem Gange und in Zukunft werden die Zahnmedizin und die Gesundheitsversorgung vollständig digital sein. Diese Transformation erhöht auch die Nachfrage nach Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für medizinische und zahnmedizinische Fachkräfte. Wir verstärken fortwährend unsere Produktschulungskonzepte weltweit, um diese Nachfrage bedienen zu können. Im akademischen Bereich bietet unser Joint Venture mit der Universität Turku, das Nordic Institute of Dental Education, exzellente Weiterbildungskurse für internationale zahnmedizinische Fachkräfte an.

Ich habe bereits gesagt, und ich sage es noch einmal: Wir leben in einer aufregenden Zeit. Wir glauben, dass die 3D-Technologie den gesamten Produktbereich grundlegend verändern wird. Auf Software basierende Innovationen stehen im Mittelpunkt des Fortschritts und sämtliche Geräte müssen mit der Software nahtlos zusammenarbeiten. Wir müssen weiter in Forschung und Entwicklung investieren und selbstverständlich wird unser offenes Ohr für die Kunden in Zukunft genauso wichtig sein, wie es dies immer schon für die Planmeca-Gruppe war.“

Kopie: Sanna Tolmunen/Planmeca
Bilder: Planmeca


Planmeca-Gruppe

  • Produktvertrieb in über 120 Ländern
  • Umsatz 2016: 730 Mio. EUR
  • 2.700 Beschäftige weltweit
  • Hauptsitz in Helsinki, Finnland, wo Planmeca Behandlungseinheiten, Röntgengeräte sowie Mammografie- und Softwarelösungen auch entwickelt und hergestellt werden
  • 98 % der Produkte werden weltweit exportiert
  • Besteht aus Planmeca Oy, Planmed Oy, Plandent Division, LM-Instruments Oy, E4D Technologies, Nordic Institute of Dental Education Oy

Heikki Kyöstilä, Präsident und Gründer
Planmeca-Gruppe

 

  • 1971: Gründer der Planmeca-Gruppe
  • 1999: Mitglied der finnischen Unternehmervereinigung (Finnish Foundation for Entrepreneurs)
  • 2005: Ehrentitel ‚Teollisuusneuvos‘ (Industrieberater), verliehen durch den finnischen Präsidenten
  • 2010: Nationale Verteidigungsmedaille, mit Schwertern
  • 2011: Helsinki Goldmedaille
  • 2012: Honorarkonsul von Jamaika in Finnland
  • 2017: Ehrendoktor der Medizin, Universität Oulu, Finnland

Im Interview: Caverion Österreich-Geschäftsführer Manfred Simmet

By | 13.06.2017|Allgemein, Mitglieder, News|

Der finnische Konzern Caverion ist in Österreich einer der führenden Anbieter für Gebäudetechnik und Anlagenbau. Serviceleistungen und Betriebsführung sowie technische Sonderkompetenzen wie Energieoptimierung, Tunneltechnik und Mittelspannung komplettieren das Portfolio. Caverion Österreich-Geschäftsführer Manfred Simmet gab nachfolgendes Interview:

  1. Wann und wo wurde Caverion in Finnland gegründet?

Caverion wurde am 1. Juli 2013 in Helsinki an der Börse gegründet.

  1. Wie entstand das Unternehmen in seiner heutigen Struktur?

Caverion entstand ursprünglich aus der im Jahr 1912 gegründeten Firma YIT die als Baufirma gegründet wurde und sich ab dem Jahr 1995 mit Industrie bzw. ab 2001 mit der Gebäudetechnik erweiterte. Im Jahr 2013 erfolgte dann die Splittung in das Bauunternehmen YIT und in die Gebäudettechnik und Industriefirma Caverion.

Unternehmensgeschichte-Caverion

  1. Seit wann ist es in Österreich aktiv und welche Marktgröße hat es in seiner Branche erreicht?

Caverion gibt es namentlich seit 1. Juli 2013 in Österreich. Allerdings wurde bereits im Jahr 2008 die MCE Gebäudetechnik von der YIT erworben. Wir sind daher seit dem Jahr 2008 „unter einem finnischen Eigentümer.“ Zuvor hatte das Unternehmen in Österreich eine Vergangenheit als Mannesmann, Zenti sowie auch Teile der ABB. Mit ca. 155 Mio. Umsatz zählen wir in Österreich auf alle Fälle zu den drei größten dieses Branchensegmentes.

  1. Was ist das Leistungsangebot der Caverion in Österreich?

In Österreich bieten wir die Errichtung, Wartung und Betriebsführung für das gesamte Spektrum der Gebäudetechnik an. Dies sind im Wesentlichen die Gewerke Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär, Elektro und Meß- Steuer- Regeltechnik sind. Zusätzlich haben wir ein Kompetenzzentrum Kältetechnik und Tunneltechnik. Unsere Kunden sind im wesentlichen Industrie, Investoren, Privatunternehmen, Generalunternehmer sowie auch die öffentliche Hand. Die Objekte sind Krankenhäuser, Einkaufszentren, Supermärkte, Bürogebäude, Pharmaobjekte, Hotels, Veranstaltungszentren, Kraftwerke usw. Wir sind österreichweit an 10 Standorten vertreten.

  1. Was sind Ihre Erwartungen für 2017/2018?

Die Bautätigkeit für das Jahr 2017 ist derzeit nicht gerade berauschend, sodass wir für 2017 kein Wachstum geplant haben. Wir werden jedoch die stabilen Ergebnisse der letzten Jahre auch wieder bestätigen können, sodass wir für unsere ca. 770 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichweit einen weiterhin sicheren Arbeitsplatz bieten können. Wenn alles nach Wunsch läuft werden 2017 eine oder zwei Firmnakquisitionen abschließen können, die uns für 2018 ein weiteres Wachstum ermöglichen sollten.

Zu Caverion

Caverion Österreich GmbH ist einer der führenden Anbieter für Gebäudetechnik und Anlagenbau in Österreich. Serviceleistungen und Betriebsführung sowie technische Sonderkompetenzen wie Energieoptimierung, Tunneltechnik und Mittelspannung komplettieren das Portfolio.

Mit über 770 Mitarbeitern sind wir an zehn Standorten in ganz Österreich vertreten. So stellen wir die Nähe zu Ihnen sicher und decken Anforderungen sehr kurzfristig und zuverlässig ab.

Zur Person

Als Geschäftsführer der Caverion Österreich GmbH ist Herr Ing. Manfred Simmet seit 9 Jahren für das österreichische Unternehmen der Caverion Group gesamtverantwortlich. Mit Eintritt in die YIT Austria im Jahr 2008 hat er diese Funktion übernommen, welche dann ab 1.7.2013 in die Caverion Österreich übergegangen ist.

Davor war er in verschiedenen Führungsfunktionen der Bereichs- und Geschäftsgebietsleitung Gebäudetechnik im In- und Ausland bei der VA Tech bzw. deren Nachfolgeunternehmen Siemens tätig. Als Projektleiter und Projekttechniker für die Gebäudetechnik und den Anlagenbau hat er die technische Kompetenz und die praktische Erfahrung erworben.

Manfred Simmet ist Absolvent der höheren technischen Bundeslehranstalt für Elektrotechnik in Wels / OÖ und im Jahr 1966 in Linz geboren.

Caverion 2017

Rückblick: Weinverkostung am 30.05.2017

By | 12.06.2017|Veranstaltungen|

Finnische Weinexpertin Jenny Sternberger referierte im Rahmen einer Weinverkostung über die aktuellen Weintrends in Finnland sowie mit welchen Weinen und mit welchem Marketing die österreichischen Winzer in Finnland Erfolgreich sein könnten.

 

Rückblick: Netzwerkabend am 18.05.2017

By | 06.06.2017|Allgemein, Mitglieder, Veranstaltungen|

Im Rahmen unserer Veranstaltungsserie „Netzwerkabend“ stellen Mitglieder sich und Ihre Tätigkeiten kurz vor. Diesmal erzählte Finnforum-Mitglied Dr. Bernd Schauer über sein Unternehmen Lawvision information systems GmbH. Danach wurden bei entspanntem Plaudern Ideen und Erfahrungswerte ausgetauscht.

 

Rückblick: Firmenpräsentation Valmet am 09.05.2017

By | 15.05.2017|Mitglieder, Veranstaltungen|

Das Finnisch-Österreichische Wirtschaftsforum lud seine Mitglieder zu einer Präsentation mit VALMET ein. Als Location dienten die neuen Büroräumlichkeiten von Valmet. Die Eröffnungsrede hielt die Ministerrätin Finnlands, Frau Terhi Bunders. Danach gewährten Herr Markus Bolhàr-Nordenkampf und Herr Christian Kalllich Einblicke in das weltweit bekannte Unternehmen.

Im Anschluss an den Vortrag gab es die Möglichkeit zur weiteren Diskussion und Vernetzung.

Rückblick: EcoTalk 01/2017

By | 24.04.2017|Veranstaltungen|

Neues, hochwertiges Veranstaltungsformat in Kooperation mit der Botschaft von Finnland.

Bei der Premiere am 19.4.2017 begrüßte der Gastgeber, Herr Botschafter Hannu Kyröläinen, die Vortragende Frau Dr. Sinikka Salo. Sie ist Vorstandsmitglied i.R. der finnischen Zentralbank und Wirtschaftswissenschafterin. Frau Dr. Salo referierte über die volkswirtschaftliche Entwicklung Finnlands und auch über Aspekte der Gegenwart und Zukunft.

Moderation: Honorarkonsul Ferdinand Auersperg.

Musikalische Darbietung: Justas Stasevskij (Klavier) und Erik Rousi (Gesang).

Im Interview: Seine Exzellenz, Hannu Kyröläinen, Botschafter der Republik Finnland in Österreich

By | 20.04.2017|News|

Hannu Kyröläinen, Botschafter der Republik Finnland in Österreich

Auf finnisch / Suomeksi >>

 

Finnland feiert 2017 das hundertjährige Jubiläum seiner staatlichen Unabhängigkeit. Es ist sowohl für die Bürger des Landes, als auch die Freunde Finnlands ein bedeutsames Ereignis. Der Botschafter Finnlands in Österreich, seine Exzellenz Hannu Kyröläinen, erklärt die historischen Hintergründe und spricht auch über Details zum umfassenden Jubiläumsprogramm

  1. Sehr geehrter Herr Botschafter, können Sie uns etwas mehr über den historischen Hintergrund und die Umstände der Republik-Gründung erzählen?

Hinter dem Weg zur Unabhängigkeit der Republik Finnland stand das nationale Aufwachen. Es handelte sich um einen langen Prozess, der sowohl auf dem Entdecken der kulturellen Eigenart als auch auf dem Aufbau der Grundsteine der Volkswirtschaft ruhte. Die Etablierung der finnischen Sprache als Schriftsprache und der Aufstieg der finnischen Literatur waren Teil dieser Entwicklung. Die Gründung der Volksschule im Jahr 1866 unterstützte diese Entwicklung, da dadurch der Unterricht in der eigenen Muttersprache ermöglicht wurde. Aus dem politischen Aufwachen entwickelte sich mit der Zeit der Wille zur Unabhängigkeit, dessen Verwirklichung als staatliche Unabhängigkeit am 6. Dezember 1917 durch die Ausnutzung der Möglichkeiten, welche die politische Lage in Europa anbot, beschleunigt wurde.

  1. Das diesjährige Jubiläum wird in Finnland und auch auf der ganzen Welt gefeiert. Wie umfangreich ist das Programm? Welche Höhepunkte sind zu erwarten?

Das Thema des Suomi100-Jubiläumsjahres ist „gemeinsam”. Dementsprechend feiert man das Jahr in Zusammenarbeit mit Finnen und Finninnen und Finnland-Freunden. Das Jubiläumsjahr startete Anfang 2017 und hat seinen Höhepunkt am Unabhängigkeitstag am 6. Dezember. Das erste Drittel des Jahres blickte auf die hundertjährige Geschichte Finnlands mit u.a. großen Sportveranstaltungen wie der Nordischen Ski-WM in Lahti oder der Eiskunstlauf-WM in Helsinki. Im Sommer will man den finnischen Sommer genießen und so feiert man den Hundertjährigen mit vielen Freiluftveranstaltungen. An der Schwelle zum Herbst, am dritten Wochenende im August, findet das Superwochenende statt, denn da startet der Countdown „Hundert Tage bis Hundert“.

  1. Welche Akzente werden in Österreich gesetzt?

Das Feiern findet nicht nur in Finnland statt. Hier in Österreich haben wir zahlreiche Veranstaltungen, die wir laut dem Thema „gemeinsam“ mit vielen Partnern veranstalten. Die Themen variieren von Film zu Literatur, von Schule zur Anpflanzung einer Fichte, vom Bauen zum Sport. Speziell möchte ich die im März in Österreich stattgefundenen Special Olympics World Winter Games 2017 hervorheben, in denen die 34-köpfige, finnische Mannschaft in „Suomi100-Spirit“ insgesamt ganze 24 Medaillen einsteckte. Unter anderem, freue ich mich auch schon auf die Anpflanzung der „Fichte der Zukunft“, die mit der freundlichen Unterstützung der Stadt Wien im September im Rudolfspark stattfinden wird.

  1. Wie schätzen Sie die politische wie wirtschaftliche Weiterentwicklung Finnlands der nächsten 100 Jahre ein?

Zum Glück zum Schluss mal eine leichte Frage! Hätten sich die Frauen und Männer vor über hundert Jahren für die Unabhängigkeit Finnlands stark gemacht, wenn sie gewusst hätten, was ihnen bevorstand: Bürgerkrieg, zwei Kriege gegen die Sowjetunion, ein Krieg gegen Deutschland, die große Depression, aber auch die nationale Vereinigung, der wirtschaftliche Wohlstand, Gleichberechtigung, die Olympischen Spiele, Nokia, die Verstärkung der europäischen Verbindung bis zur EU-Mitgliedschaft. Wenn man die Risiken und Erfolge der Zukunft nicht abwägen kann, ist es entscheidend, auf sich selbst und auf die Fähigkeit zum Erfolg zu verlassen. Ich glaube, dass die Finnen ihren Glauben an die Zukunft beibehalten und darauf beruhend ihre Zukunft für das kommende Jahrhundert bauen werden.

Zur Person Hannu Kyröläinen

Seinen Dienst als Botschafter der Republik Finnland in Österreich übt Herr Botschafter Kyröläinen seit 1. September 2016. Vor Wien war er in Helsinki, wo er in den letzten Jahren u.a. als Berater des finnischen Präsidenten für die Nachhaltige Entwicklung, als leitender Experte für sicherheitspolitische Fragen sowie auch im Prozess um die massenvernichtungswaffenlose Zone im Nahen Osten tätig war.

In den Jahren 2007-2010 diente er als Botschafter Finnlands in der Tschechischen Republik, davor als Abteilungsleiter für Globale Angelegenheiten sowie als Leiter der Abteilung für die Europäische Union und West-Europa betreffende Themen. Zu seinen Auslandsposten 1983-1987 zählen auch die Ständigen Vertretungen Finnlands zu den Vereinten Nationen in New York und Genf. Seine Karriere im Aussenministerium in Helsinki begann im Jahre 1982.

Den Posten in Wien findet Herr Botschafter Kyröläinen sehr angenehm und interessant. Seine Tätigkeiten umfassen sowohl die multilateralen als auch die bilateraten Angelegenheiten – was ziemlich einzigartig für die finnischen Vertretungen im Ausland ist.

Botschafter Kyröläinen ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.

Seine Freizeit verbringt er gern in der Natur – Langlaufen, Wandern, Radeln – und jeden Sommer nach Möglichkeit macht er mit Familie Urlaub in seiner Sommerhütte in Finnland.

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International gefeierte, finnische Spirituosen ab sofort erhältlich

By | 06.04.2017|Allgemein, News|

Premiere am heimischen Getränkemarkt:                                                                                                       

International gefeierte, finnische Spirituosen ab sofort erhältlich

Der finnischen Außenhandelsstelle in Österreich, Finpro, ist es gelungen, sechs finnischen Top-Produzenten den Weg zum österreichischen Getränkemarkt zu ebnen. Ein richtungsweisender Schritt, denn bis jetzt waren hierzulande nur wenige finnische Alkoholprodukte erhältlich.

Als erster hat das österreichische Getränkegroßhandelsunternehmen Killis 25 Getränke in sein Sortiment aufgenommen und verkauft seit wenigen Tagen finnischen Gin, Vodka und Whisky an hiesige Restaurant- und Barunternehmer. Auch Privatpersonen können in den zwei Wiener Abholmärkten oder über das Internet ihre Lieblingsspirituosen bestellen.

Im Sortiment ist u.a. der Napue Gin von Kyrö Distillery, der im Jahr 2015 in Großbritannien zum besten Gin der Welt für Gin & Tonic gekürt wurde (International Wine and Spirits Competition). Weitere finnische Erfolgsunternehmen, die in Österreich Fuß gefasst haben: Altia, Helsinki Distilling Company, Northern Lights Spirits, Shaman Spirits und Teerenpeli.

Killis-Geschäftsführer Ernst Killmeyer: „Ein erster positiver Trend zeichnet sich schon ab. Die Laplandia-Vodkas von Shaman Spirits beispielsweise, sind vom Start weg gut angenommen worden. Und Österreichs Ginbar Nr. 1, das Torberg in der Strozzigasse 47 im achten Bezirk, hat gleich alle fünf Gins ins Sortiment genommen. Auch den Napue von Kyrö Distillery findet man schon jetzt in einer feinen Wiener Cocktailbar – dem The Sign Lounge (Liechtensteinstraße 104-106, 1090 Wien).“

Killmeyer abschließend: „Hingehen und ausprobieren lohnt sich!“

Speziell für Vodka-Liebhaber gibt es eine Laplandia Vodka App, die u.a. den Cocktail der Woche bzw. frische Vodka-Rezepte präsentiert.

Damit es bald heißt: Kippis!

Weiterführende Online-Links:

http://www.killis.at/neuheiten.html?country=25
www.altiagroup.com
www.hdco.fi
www.kalevalagin.com
www.kyrodistillery.com
www.shamanspirits.com
www.teerenpelidistillery.com

Rückblick: Netzwerkabend am 16.02.2017

By | 05.03.2017|Mitglieder, Veranstaltungen|

Im Rahmen unserer Veranstaltungsserie „Netzwerkabend“ stellen Mitglieder sich und Ihre Tätigkeiten kurz vor. Diesmal erzählte das langjährige Finnforum-Mitglied Hannu Ylitalo über sein Unternehmen Ora et Credo und seine erfolgreichen Projekte. Danach wurden bei entspanntem Plaudern Ideen und Erfahrungswerte ausgetauscht.

 

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