Netzwerkabend am 5.9.2017

By | 14.09.2017|Allgemein, Mitglieder, Veranstaltungen|

Die erste Veranstaltung des Herbstes war ein Netzwerkabend mit dem Schwerpunkt Immobilien. Finnforum-Mitglied Dipl. Ing. Milla Mouhu erzählte über ihre Arbeit als Immobilienmaklerin beim Franchise Unternehmen RE/MAX und gab Ratschläge zu verschiedenen Immobilienfragen. Die rege Diskussion in gemütlicher Atmosphäre dauerte mehrere Stunden.

 

Im Interview: Planmeca Gründer Heikki Kyöstilä

By | 01.09.2017|Allgemein, Mitglieder|

Die Planmeca-Gruppe nimmt seit mehr als 45 Jahren eine Pionierstellung in der Medizintechnik ein. Das Unternehmen wurde 1971 in Finnland von Heikki Kyöstilä gegründet, der immer noch der Präsident und Eigentümer des Unternehmens ist. Kyöstilä hat erlebt, wie sich sein Unternehmen und die Branche parallel entwickelt haben. Nach Einschätzung von Kyöstilä war einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg des Unternehmens das unbeirrte Engagement für eine kontinuierliche Forschung und Entwicklung.

Die Entwicklungsgeschichte der Planmeca-Gruppe begann in Finnland. Welche Bedeutung hat dies für das Unternehmen?

Planmed Verity design

„Wir sind stolz darauf, ein finnisches Unternehmen zu sein und hatten immer schon einen festen Glauben an finnisches Know-how. Unser Hauptsitz befindet sich ebenso wie unsere Produktion immer noch in Helsinki. In diesem Jahr feiert Finnland seine hundertjährige Unabhängigkeit, deshalb ist dies für uns ein herausragendes Jahr. Exzellente Bildung, Investitionen in Forschung und Kooperationen zwischen den Akteuren der Branche sind die Eckpfeiler des Fortschritts. Dementsprechend hat Planmeca zu den Feierlichkeiten durch Spenden an finnische Universitäten beigetragen. Wir haben auch für eine großartige Kampagne gespendet, die Gelder für die ‚Krisenmanagement-Initiative‘ (Crisis Management Initiative, CMI) sammelt, eine finnische Organisation, die sich für die Prävention und Lösung gewaltsamer Konflikte engagiert. Der Friedensnobelpreisträger und frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari hat CMI gegründet, und diese Kampagne war das Überraschungsgeschenk zu seinem 80. Geburtstag in diesem Jahr. Frieden und Kooperation sind die Grundpfeiler der Humanität und betreffen somit auch das Geschäftsleben. Wir sind stolz darauf, dass wir dieses wunderbare Anliegen durch CMI unterstützen können.“

Finnland ist von großer Bedeutung für die Unternehmensgruppe, aber wie sieht die Unternehmenssituation in Österreich aus?

„So wichtig unsere finnischen Wurzeln für uns auch sind, so sind wir doch im Kern ein Weltkonzern – das größte Privatunternehmen in dem Sektor. Unsere Produkte werden in über 120 Ländern vertrieben. Es gibt viele Bereiche, in denen wir eine starke Stellung haben, und ebenso viele, in denen wir über großes Potenzial verfügen. Europa ist als Absatzgebiet für uns von großer Bedeutung. Österreich ist ein hervorragendes Beispiel eines Marktbereichs, in dem wir großen Erfolg hatten, aber noch wachsen und unsere Dienstleistungskonzepte weiter einführen können. Ich freue mich sagen zu können, dass viele der führenden Universitäten und Kliniken in Österreich zu unseren Kunden zählen, und dies lässt mich optimistisch in unsere Zukunft in diesem Land blicken. Die Plandent GmbH ist Teil der Planmeca-Gruppe und des Plandent-Unternehmensbereichs und hat großartige unternehmerische Visionen für Österreich. Ich gespannt darauf zu sehen, was die Zukunft bringt!“

Planmeca Romexis Software 3D

Können Sie uns etwas über die aktuellen Entwicklungen bei der Planmeca-Gruppe sagen?

„Unsere neuen Produkteinführungen in diesem Jahr dürften für Furore sorgen. Zum Beispiel setzt unser neues Röntgengerät höhere Maßstäbe für alle DVT-Bildgebungsgeräte. Ebenso bahnbrechend ist unser neuer Algorithmus für die Patientenbewegungskorrektur. Bewegungen während der Röntgenaufnahme führen zu verschwommenen Bildern, sodass Neuaufnahmen notwendig sind. Dieser Algorithmus korrigiert die Bewegung, und dies bedeutet weniger Wiederholungen. Das ist besonders bei lebhaften Patienten wie etwa Kindern hilfreich, die nicht stillhalten können. Dies ist ein hervorragendes Beispiel einer Innovation, die wirklich zu besserer Patientenversorgung und effizienteren Arbeitstagen beiträgt. Ich muss auch unseren neuen Intraoralscanner erwähnen – er ist klein, leicht und schnell. Wir haben wunderbare Bewertungen für ihn erhalten und die Anwender sind begeistert von seinen Funktionsmerkmalen.

x-ray

Röntgen

Unsere Präsenz im medizinischen Bereich hat ebenfalls Beachtung gefunden. Planmed stellt als Teil der Planmeca-Gruppe wirklich einzigartige Bildgebungslösungen für die Mammografie und orthopädische Bildgebung her. Unser Extremitätenscanner ermöglicht beispielsweise die Bildgebung unter Gewichtsbelastung – dies bedeutet, dass die Bildgebung vorgenommen werden kann, während der Patient steht. Diese Art der Untersuchung ist zum Beispiel bei vielen Fuß- und Fußgelenkerkrankungen sehr nützlich. Wir bieten außerdem Lösungen für Tierärzte an, wie etwa diesen Extremitätenscanner. Es passiert also viel und es gibt viele spannende Neuentwicklungen bei uns. Letztendlich geht es immer darum, medizinisches und zahnmedizinisches sowie veterinärmedizinisches Fachpersonal dabei zu unterstützen, die Patienten bestmöglich zu versorgen.“

Was bringt die Zukunft für die Planmeca-Gruppe?

„Die digitale Revolution ist in vollem Gange und in Zukunft werden die Zahnmedizin und die Gesundheitsversorgung vollständig digital sein. Diese Transformation erhöht auch die Nachfrage nach Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für medizinische und zahnmedizinische Fachkräfte. Wir verstärken fortwährend unsere Produktschulungskonzepte weltweit, um diese Nachfrage bedienen zu können. Im akademischen Bereich bietet unser Joint Venture mit der Universität Turku, das Nordic Institute of Dental Education, exzellente Weiterbildungskurse für internationale zahnmedizinische Fachkräfte an.

Ich habe bereits gesagt, und ich sage es noch einmal: Wir leben in einer aufregenden Zeit. Wir glauben, dass die 3D-Technologie den gesamten Produktbereich grundlegend verändern wird. Auf Software basierende Innovationen stehen im Mittelpunkt des Fortschritts und sämtliche Geräte müssen mit der Software nahtlos zusammenarbeiten. Wir müssen weiter in Forschung und Entwicklung investieren und selbstverständlich wird unser offenes Ohr für die Kunden in Zukunft genauso wichtig sein, wie es dies immer schon für die Planmeca-Gruppe war.“

Kopie: Sanna Tolmunen/Planmeca
Bilder: Planmeca


Planmeca-Gruppe

  • Produktvertrieb in über 120 Ländern
  • Umsatz 2016: 730 Mio. EUR
  • 2.700 Beschäftige weltweit
  • Hauptsitz in Helsinki, Finnland, wo Planmeca Behandlungseinheiten, Röntgengeräte sowie Mammografie- und Softwarelösungen auch entwickelt und hergestellt werden
  • 98 % der Produkte werden weltweit exportiert
  • Besteht aus Planmeca Oy, Planmed Oy, Plandent Division, LM-Instruments Oy, E4D Technologies, Nordic Institute of Dental Education Oy

Heikki Kyöstilä, Präsident und Gründer
Planmeca-Gruppe

 

  • 1971: Gründer der Planmeca-Gruppe
  • 1999: Mitglied der finnischen Unternehmervereinigung (Finnish Foundation for Entrepreneurs)
  • 2005: Ehrentitel ‚Teollisuusneuvos‘ (Industrieberater), verliehen durch den finnischen Präsidenten
  • 2010: Nationale Verteidigungsmedaille, mit Schwertern
  • 2011: Helsinki Goldmedaille
  • 2012: Honorarkonsul von Jamaika in Finnland
  • 2017: Ehrendoktor der Medizin, Universität Oulu, Finnland

Im Interview: Caverion Österreich-Geschäftsführer Manfred Simmet

By | 13.06.2017|Allgemein, Mitglieder, News|

Der finnische Konzern Caverion ist in Österreich einer der führenden Anbieter für Gebäudetechnik und Anlagenbau. Serviceleistungen und Betriebsführung sowie technische Sonderkompetenzen wie Energieoptimierung, Tunneltechnik und Mittelspannung komplettieren das Portfolio. Caverion Österreich-Geschäftsführer Manfred Simmet gab nachfolgendes Interview:

  1. Wann und wo wurde Caverion in Finnland gegründet?

Caverion wurde am 1. Juli 2013 in Helsinki an der Börse gegründet.

  1. Wie entstand das Unternehmen in seiner heutigen Struktur?

Caverion entstand ursprünglich aus der im Jahr 1912 gegründeten Firma YIT die als Baufirma gegründet wurde und sich ab dem Jahr 1995 mit Industrie bzw. ab 2001 mit der Gebäudetechnik erweiterte. Im Jahr 2013 erfolgte dann die Splittung in das Bauunternehmen YIT und in die Gebäudettechnik und Industriefirma Caverion.

Unternehmensgeschichte-Caverion

  1. Seit wann ist es in Österreich aktiv und welche Marktgröße hat es in seiner Branche erreicht?

Caverion gibt es namentlich seit 1. Juli 2013 in Österreich. Allerdings wurde bereits im Jahr 2008 die MCE Gebäudetechnik von der YIT erworben. Wir sind daher seit dem Jahr 2008 „unter einem finnischen Eigentümer.“ Zuvor hatte das Unternehmen in Österreich eine Vergangenheit als Mannesmann, Zenti sowie auch Teile der ABB. Mit ca. 155 Mio. Umsatz zählen wir in Österreich auf alle Fälle zu den drei größten dieses Branchensegmentes.

  1. Was ist das Leistungsangebot der Caverion in Österreich?

In Österreich bieten wir die Errichtung, Wartung und Betriebsführung für das gesamte Spektrum der Gebäudetechnik an. Dies sind im Wesentlichen die Gewerke Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär, Elektro und Meß- Steuer- Regeltechnik sind. Zusätzlich haben wir ein Kompetenzzentrum Kältetechnik und Tunneltechnik. Unsere Kunden sind im wesentlichen Industrie, Investoren, Privatunternehmen, Generalunternehmer sowie auch die öffentliche Hand. Die Objekte sind Krankenhäuser, Einkaufszentren, Supermärkte, Bürogebäude, Pharmaobjekte, Hotels, Veranstaltungszentren, Kraftwerke usw. Wir sind österreichweit an 10 Standorten vertreten.

  1. Was sind Ihre Erwartungen für 2017/2018?

Die Bautätigkeit für das Jahr 2017 ist derzeit nicht gerade berauschend, sodass wir für 2017 kein Wachstum geplant haben. Wir werden jedoch die stabilen Ergebnisse der letzten Jahre auch wieder bestätigen können, sodass wir für unsere ca. 770 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichweit einen weiterhin sicheren Arbeitsplatz bieten können. Wenn alles nach Wunsch läuft werden 2017 eine oder zwei Firmnakquisitionen abschließen können, die uns für 2018 ein weiteres Wachstum ermöglichen sollten.

Zu Caverion

Caverion Österreich GmbH ist einer der führenden Anbieter für Gebäudetechnik und Anlagenbau in Österreich. Serviceleistungen und Betriebsführung sowie technische Sonderkompetenzen wie Energieoptimierung, Tunneltechnik und Mittelspannung komplettieren das Portfolio.

Mit über 770 Mitarbeitern sind wir an zehn Standorten in ganz Österreich vertreten. So stellen wir die Nähe zu Ihnen sicher und decken Anforderungen sehr kurzfristig und zuverlässig ab.

Zur Person

Als Geschäftsführer der Caverion Österreich GmbH ist Herr Ing. Manfred Simmet seit 9 Jahren für das österreichische Unternehmen der Caverion Group gesamtverantwortlich. Mit Eintritt in die YIT Austria im Jahr 2008 hat er diese Funktion übernommen, welche dann ab 1.7.2013 in die Caverion Österreich übergegangen ist.

Davor war er in verschiedenen Führungsfunktionen der Bereichs- und Geschäftsgebietsleitung Gebäudetechnik im In- und Ausland bei der VA Tech bzw. deren Nachfolgeunternehmen Siemens tätig. Als Projektleiter und Projekttechniker für die Gebäudetechnik und den Anlagenbau hat er die technische Kompetenz und die praktische Erfahrung erworben.

Manfred Simmet ist Absolvent der höheren technischen Bundeslehranstalt für Elektrotechnik in Wels / OÖ und im Jahr 1966 in Linz geboren.

Caverion 2017

Rückblick: Netzwerkabend am 18.05.2017

By | 06.06.2017|Allgemein, Mitglieder, Veranstaltungen|

Im Rahmen unserer Veranstaltungsserie „Netzwerkabend“ stellen Mitglieder sich und Ihre Tätigkeiten kurz vor. Diesmal erzählte Finnforum-Mitglied Dr. Bernd Schauer über sein Unternehmen Lawvision information systems GmbH. Danach wurden bei entspanntem Plaudern Ideen und Erfahrungswerte ausgetauscht.

 

Rückblick: Firmenpräsentation Valmet am 09.05.2017

By | 15.05.2017|Mitglieder, Veranstaltungen|

Das Finnisch-Österreichische Wirtschaftsforum lud seine Mitglieder zu einer Präsentation mit VALMET ein. Als Location dienten die neuen Büroräumlichkeiten von Valmet. Die Eröffnungsrede hielt die Ministerrätin Finnlands, Frau Terhi Bunders. Danach gewährten Herr Markus Bolhàr-Nordenkampf und Herr Christian Kalllich Einblicke in das weltweit bekannte Unternehmen.

Im Anschluss an den Vortrag gab es die Möglichkeit zur weiteren Diskussion und Vernetzung.

Rückblick: Netzwerkabend am 16.02.2017

By | 05.03.2017|Mitglieder, Veranstaltungen|

Im Rahmen unserer Veranstaltungsserie „Netzwerkabend“ stellen Mitglieder sich und Ihre Tätigkeiten kurz vor. Diesmal erzählte das langjährige Finnforum-Mitglied Hannu Ylitalo über sein Unternehmen Ora et Credo und seine erfolgreichen Projekte. Danach wurden bei entspanntem Plaudern Ideen und Erfahrungswerte ausgetauscht.

 

Robert Höfler, Geschäftsführer von KONECRANES Österreich, im Interview

By | 12.01.2017|Allgemein, Mitglieder|

“Global agierenden Industriekunden gleichbleibend hohes Niveau von Servicedienstleistungen und Produkten bieten”

  1. Wann und wo genau wurde KONECRANES gegründet? Wie entstand das Unternehmen?

Es war im Jahre 1910, als der finnische Elektrotechnik-Betrieb Strömberg sich entschied, den Geschäftsbereich Reparatur und Verkauf von erneuerten Motoren als eigenständige betriebliche Einheit zu führen. Die neue Firma erhielt den Namen KONE. Nachdem man sehr bald begonnen hatte Aufzüge zu produzieren hat man im Jahr 1933 die erste Krananlage verkauft. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich daraus ein eigener Geschäftsbereich von KONE, was im Jahr 1994 darin mündete, dass dieser letztendlich als KONECRANES unabhängig von KONE wurde und schließlich 1995 an die Börse gebracht wurde und heute der Weltmarkführer für Krananlagen und Servicedienst-leistungen auf diesem Gebiet geworden ist.  

  1. Wofür steht das Unternehmen? Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal?

Unser Unternehmen steht dafür, dass wir uns als integrierten Bestandteil der Produktionsprozesse unserer Kunden sehen und mit unseren Produkten und Dienstleistungen dafür sorgen, dass diese produktiver und sicherer ablaufen können. Letztlich gibt es kaum ein Produkt, das nicht irgendwann zwischen Erzeugung und End-Konsument – oder auch Entsorgung – gehoben werden musste. Als Alleinstellungsmerkmal wäre neben dem aufgrund unserer Größe und Kapitalstärke vorhandenen Fokus auf Produktinnovation sicher zu nennen, dass wir als einziges Kran- und Kranservice-Unternehmen wirklich global aufgestellt sind. D. h., dass wir unseren global agierenden Industriekunden weltweit, in welchen Märkten auch immer, gleichbleibend hohes Niveau von Servicedienstleistungen und Produkten bieten, welches diese auch aus ihren Heimmärkten gewohnt sind.

  1. Was ist das typisch Finnische am Unternehmen?

Das ist eine schwierige Frage, nachdem wir ein echter globaler Player sind und wahrscheinlich die finnischen Mitarbeiter mittlerweile in der Minderheit sind. Aber ich würde sagen, dass wir trotz dieser Tatsache und, dass wir ein börsennotiertes Unternehmen sind, es geschafft haben ein menschliches Antlitz zu bewahren, die Strukturen relativ flach zu halten und ein sehr guter Platz zu arbeiten sind.

  1. Seit wann gibt es das Unternehmen in Österreich? Welchen Stellenwert hat es hierzulande?

Unser Unternehmen geht aus einer der ersten Auslandsakquisitionen von KONE hervor. Im Jahre 1974 wurde zuerst der Aufzugsbereich und schließlich 1976 der Kranbereich der altösterreichischen Firma Stefan Sowitsch Maschinenfabrik erworben. Die 100%ige Trennung der Unternehmen KONE und KONECRANES wurde auch hierzulande vollzogen. Heute sind wir in Österreich Markführer bei Industriekranen und Servicedienstleistungen.

  1. Welche Höhepunkte erwarten Sie 2017 für das Unternehmen? Welche Wachstumspläne haben Sie für Österreich und auch global?

Eines der bemerkenswertesten Ereignisse wird 2017 sicherlich die Übernahme der MHPS-Sparte (Material Handling & Port Solutions) des US-Konzerns Terex darstellen. Damit erwerben wir die Marken Demag, Gottwald, Noell, Donati und Fantuzzi und werden von einem 12.000 Mitarbeiter-Unternehmen zu einem 17.000 Mitarbeiter-Unternehmen und somit endgültig zum größten Unternehmen der Branche.

In Österreich werden wir 2017 – zusätzlich zum oben erwähnten – unser neues zeitgemäßes Servicesystem Mainman in Betrieb nehmen, dass den endgültigen Abschied vom Papierzeitalter darstellen wird und unseren Kunden volle Transparenz über den Zustand und die Kosten Ihrer Krananlagen über das Kundenportal im Internet yourKonecranes.com bietet. Erstmals werden unsere Kunden wirklich die Life-Cycle-Kosten ihres Maschinenparks unter Kontrolle haben. 

Zu KONECRANES

Konecranes zählt zu den Weltmarktführern im Bereich Lifting Businesses™ und versorgt Unternehmen der Produktions- und Prozessindustrie, Werften und Häfen mit innovativen hebetechnischen Lösungen. Konecranes bietet Hebezeuge und Dienstleistungen für alle hebetechnischen Anforderungen, die zu einer höheren Wertschöpfung, Sicherheit und Effizienz beitragen.

Im Jahr 2015 erzielten wir mit 600 Standorten in 50 Ländern und 11.900 Mitarbeitern einen Umsatz von 2.216 Millionen Euro, wobei Equipment einen Anteil von 56% und Servicedienstleistungen einen Anteil von 44% vom Gesamtumsatz hält.

Zur Person

Robert Höfler ist Geschäftsführer KONECRANES Österreich und ist seit 2012 gebietsverantwortlich für Südosteuropa mit den Ländern Österreich, Tschechien, Polen, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Rumänien und Griechenland.

Höfler ist seit 20 Jahren im Unternehmen tätig:

1997 Beginn als Serviceleiter für Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Kärnten

Ab 2000 Vertriebsleiter für Neu-Equipment in Österreich

Ab 2010 Ausbau des österreichischen Standorts als Zentrale für Süd-Ost-Europa

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Rückblick: Firmenabend mit BOREALIS

By | 21.10.2016|Mitglieder, Veranstaltungen|

Das Finnisch-Österreichische Wirtschaftsforum lud seine Mitglieder zu einer Präsentation mit BOREALIS Direktor Ismo Pentti. Als Location diente das innen neugestaltete NH Hotel Danube City. Die Eröffnungsrede hielt der Botschafter Finnlands, seine Exzellenz Hannu Kyröläinen. Danach gewährte Ismo Pentti Einblicke in das bekannte, weltweit agierende Unternehmen. Und er berichtete über Produkte des täglichen Lebens, die aus BOREALIS-Erzeugnissen stammen.

Im Anschluss an den Vortrag gab es die Möglichkeit zur weiteren Diskussion und Vernetzung.

Interview mit Ismo Pentti
Director, Manufacturing Excellence & Improvement 
Managing Director, Borealis Polymers Oy, Finland 

By | 07.09.2016|Allgemein, Mitglieder|

When was Borealis founded and what is the company specialised in?

Borealis was formed in 1994 through the merger of petrochemical and polyolefins businesses of Norwegian Statoil and Finnish Neste. The Latin word „Borealis“ means „from the north“ and reflects the company’s early ties to the Nordic region. The first Borealis head office was located in Copenhagen, the capital of Denmark. Borealis has changed considerably over the years, developing from its early Nordic roots as a plastic manufacturer to a global provider of chemical solutions with worldwide operations.

What kind of products, services does the Borealis group offer?

What began with the production of polyolefins (mainly plastic granulate in the form of pellets) has been successfully augmented by the manufacture of base chemicals and fertilizers. These three legs form the solid foundation of the Borealis Group product portfolio.

How many branches, locations do you have worldwide?

Borealis currently employs around 6,500 people and serves customers in over 120 countries. Our major production sites are located in Austria, Belgium, Brazil, France, Finland, Germany, Italy, Sweden, The Netherlands and the United States. We operate an international Innovation Headquarters (IHQ) in Linz, Austria where we focus primarily on polymer design and compound research for polymer applications in the fields of infrastructure, automotive and advanced packaging. The IHQ works very closely with our other Innovation Centres in Stenungsund, Sweden and Porvoo, Finland.

Can you name some financial data?

In 2015, Borealis generated EUR 7.7 billion in sales revenue and a net profit of EUR 988 million.

Can you name selected references?

Borealis works closely with its customers and industry partners to provide innovative and value-creating plastics solutions. One of our automotive grades was just recently awarded with the European Plastics Innovation Award. The material was developed in close partnership with BMW to fulfil its stringent quality requirements regarding paint adhesion. It was used in the BMW 7 front bumper and tailgate cladding.

Which business divisions are based in Austria?

Borealis’ global head office is located in Vienna. About 170 employees from around 30 different countries are working in all kinds of areas from finance to marketing or communications. The largest Borealis Group production facility is located in Linz, a centre of melamine and fertilizer production, and business support functions. Linz is also home to Borealis’ global research and development centre, the Innovation Headquarters (IHQ). Borealis manufactures around one million tonnes of polyolefins each year at the Schwechat plant, one of Europe’s most modern and important plastics production facilities.

What kind of relationship does the company have with Finland?

Porvoo is one of our strategic production locations in Europe where we produce both base chemicals – it is the only location where Borealis produces phenol and aromatics – and polyolefins. In addition to serving Nordic and Baltic countries, Porvoo is ideally situated to serve the Russian and eastern industrial markets. The Borealis Innovation Centre in Finland is our site of advanced catalyst and process research. It is also the home of our proprietary Borstar® technology and the first Borstar plant. The current workforce is about 900. The annual production capacity of polyolefins is over 600.000 tonnes. Just recently, we announced a EUR 40 million investment in a cracker upgrade. Together with Neste and Veolia, we will also build a new combined heat and power plant to supply steam and other utilities to Neste’s refinery and Borealis’ petrochemical plant in Porvoo.

What prospects to the future can you give us?

Borealis’ products and solutions have become an indispensable part of modern life. They also have a positive impact on society by addressing challenges such as climate change and access to energy, water, food and healthcare. We see clear business opportunities by addressing emerging sustainability challenges, such as the need to reduce plastic waste and increase recycling rates.

That is why we will continue to invest in our strategic Borealis production locations. We want to improve the competitiveness of our strong, integrated polyolefins business in Europe. Borealis is among the most innovative and reliable polyethylene and polypropylene suppliers in Europe. And we are committed to securing this position.

Ismo Pentti

Ismo Pentti (53), M. Sc. (Chem Eng), is Director Manufacturing Excellence & Improvement in Borealis AG in Austria and Managing Director of Borealis Polymers OY in Finland. He joined Neste OY (original parent company of Borealis) in Finland in 1986 and has held several managerial and senior leader positions in R&D, HSE, manufacturing and business in Finland, Sweden, Belgium and Austria. He became Managing Director of Borealis Polymers OY in January 2011. Mr. Pentti is based in the head office of Borealis in Vienna.

Interview Mag. Katja Jääskeläinen, Geschäftsführerin von ScanLang GmbH

By | 01.09.2016|Allgemein, Mitglieder|

Mag. Katja Jääskeläinen ist geschäftsführende Gesellschafterin der ScanLang GmbH und zuständig für den Bereich Sprachdienstleistungen. ScanLang ist das größte Unternehmen in Österreich für skandinavische Sprachen und skandinavische Kommunikationstools.

Gibt es Projekte, auf die Sie besonders stolz sind?

Für mich persönlich sind diejenigen Projekte am ergiebigsten, bei denen ich das eigene Fachwissen optimal einsetzen und mich beruflich weiterentwickeln konnte. Ein Beispiel aus meiner persönlichen Laufbahn ist mein Dolmetscheinsatz beim Studienbesuch des finnischen Juristenverbandes in Wien. Da JuristInnen für ihre Genauigkeit berühmt sind, habe ich mich für den Einsatz ganz besonders sorgfältig vorbereitet. Nach einem Vortrag am Verfassungsgerichtshof sind ein paar Teilnehmer, ältere, distinguierte Herren, zu mir gekommen und gesagt, dass ich sicher auch selbst Juristin bin, da ich alles so perfekt übersetzen konnte.

Im Bereich der Übersetzungen kann ich mein Jahr an der Europäischen Kommission erwähnen. Die Finnisch-ÜbersetzerInnen der Generaldirektion Übersetzen gehören für mich ohne Übertreibung zu den allerbesten des Faches, und es war mir eine große Ehre, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Von unseren anderen Projekten möchte ich ganz besonders die sprachliche Lokalisierung der Marketingunterlagen für die schwedische Niederlassung von XXXLutz hervorheben. Unsere Schwedisch-Übersetzerinnen haben den schwedischen Projektleiter sprachlich unterstützt, indem sie die Produktbeschreibungen auf Schwedisch verfassten und anpassten. Dies erforderte außer Übersetzungskompetenz auch Gespür für lokale Eigenheiten und den Marketingdiskurs.

Welche Unterschiede sehen Sie im Geschäftsgebaren in Finnland und Österreich?

Für mich sind es in erster Linie individuelle Unterschiede: entgegen aller Stereotypien habe ich finnische GeschäftspartnerInnen, die ausgesprochen redefreudig sind und nie vergessen, einen schönen Abend zu wünschen, und österreichische GeschäftspartnerInnen, die höchstens „Ja, alles bestens“ antworten. In Finnland ist es für mich auch eine Generationsfrage, denn jüngere Leute sind oft wesentlich sprachkundiger und wissen zuweilen auch, dass Small Talk „gratis, aber nicht umsonst“ ist…

Was ich aber nach wie vor besonders in der schriftlichen Kommunikation wahrnehme: in Finnland hat die sogenannte negative Höflichkeit einen stärkeren Stellenwert als in Österreich. Man will gegenüber dem Kunden auf keinen Fall zu aufdringlich wirken. Ein Beispiel aus dem Bereich der Produktpräsentationen: Früher bestand eine typische Beschreibung aus der lakonischen Feststellung „Wir bieten die Produkte X und Y an“. Mittlerweile hat man gelernt, dass es nicht ohne Eigenlob geht, und daher heißt es nun „Wir bieten die weltbesten X und Y an“. Aber aus österreichischer Sicht ist das immer noch zu wenig – ein österreichischer Kunde will einfach stärker umworben werden. Die Anpassung an den landesspezifischen Diskurs ist für uns ein ganz wesentlicher Teil, wenn man einen neuen Markt erobern will, und deshalb bieten wir unseren Kunden immer die Möglichkeit, die Texte auch inhaltlich zu optimieren.

Was können Finnen von den Österreichern lernen und umgekehrt?

Das, was FinnInnen von den ÖsterreicherInnen lernen können, ist ganz gewiss die Diplomatie, das souveräne, gewandte Auftreten. Es ist nun mal so, dass der menschliche Faktor eine viel größere Rolle spielt als viele FinnInnen es wahrnehmen wollen – nicht nur in Österreich, sondern in den meisten anderen Ländern der Welt.

Was Österreich von Finnland lernen könnte, ist die Innovationskraft, die Fähigkeit zum Querdenken. Traditionen haben sicherlich viel Positives, aber was dem Kaiser recht und billig war, ist es der Gesellschaft nicht unbedingt mehr im 21. Jahrhundert… Auch die österreichische Neigung zur Konsensbildung betrachte ich mit gemischten Gefühlen, denn das an sich lobenswerte Bestreben, alle Meinungen zu berücksichtigen, führt allzu oft nur dazu, dass notwendige Reformen auf die ferne Zukunft verschoben werden.

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