Wir heißen ab sofort Handelskammer Finnland Österreich / Finncham Austria

Rechtzeitig vor dem 50-jährigen Vereinsjubiläum im nächsten Jahr bekommen wir einen neuen Vereinsnamen: „Handelskammer Finnland Österreich“. Im Außenauftritt nennen wir uns „Finncham Austria“. Damit unterstreichen wir unsere Zugehörigkeit zum internationalen Netzwerk der Finnischen Handelskammern. Während der Sommermonate wird der Relaunch vollzogen. Ab dem 3.September 2018 erscheinen wir in neuem Design.

PS: ab dem 5. Juli 2018 haben wir zudem eine neue Büroadresse: c/o Business Finland, Opernring 5, Stiege 2, 6.Stock, 1010 Wien.

By | 2018-07-18T21:03:39+00:00 18.07.2018|0 Comments

„Finnland steht für gute Bildung und starke Marken“
Im Interview: Eveline Steinberger-Kern

Sie waren Managerin auf Konzernebene, sind heute eine internationale Erfolgsunternehmerin, speziell im Startup- Umfeld. Wie kam es dazu?

Ich bin eine sehr neugierige Person, suche immer nach der nächsten Herausforderung. Insofern war die Zeit nach 15 Jahren Konzernerfahrung reif für Entrepreneurship, umso mehr als ich bei Siemens damals  u.a. für die  Projektentwicklung von Photovoltaik und Smart Grids verantwortlich war. Mein erstes Unternehmen/Startup habe ich dann 2014 in Israel gegründet. Für mich bietet dieses Land das perfekte Ökosystem für Tech-Innovationen. Die Foresight, so heißt das AI energy Startup, ist heute in 5 Märkten tätig und wird weiter expandieren.

Was konkret bietet ihr Unternehmen an? Auf welche Bereiche sind Sie spezialisiert? Wer ist Ihre Zielgruppe?

Blue Minds ist so eine Art Company-Builder. Wir sind auf Business Model Innovation im Energietransformationsprozess fokussiert. Suchen also nach neuen innovativen Geschäftsmodellen im Bereich Renewables, Electric Mobility, Smart Grids oder Energy Storage. Drei Unternehmungen haben wir bislang selbst gegründet und mit aufgebaut: Foresight, 12Energy und Energy Hero. Letzteres ist gerade im Verkaufsprozess. Daneben investieren wir auch in Frühphasen-Startups. Wir bringen „smart money“, das heißt, wir bringen auch unsere Industrieerfahrung und unser Netzwerk mit ein. Und schließlich haben wir WeXelerate mit aufgebaut – CEE´s größtes Innovationhub in der Praterstraße 1.

Neben diversen Aufsichtsratsfunktionen sind Sie im Beirat von WeXelerate. Können Sie die besonderen Vorteile dieser Einrichtung näher beschreiben?

WeXelerate ist Wiens erster und noch einziger Innovationhub dieser Dimension. Auf 9.000 m2 haben wir im Herzen von Wien ein Einkaufshaus der Innovationen geschaffen. Investoren, Startups, Industrieunternehmen und diverse Servicepartner teilen sich das Haus und arbeiten sektorübergreifend an den Herausforderungen der digitalen Transformation. WeXelerate managt und koordiniert dieses wunderbare Ökosystem. Neben den neuesten Innovationstools bekommen die mitwirkenden Industrieunternehmen auf ihre Innovationsbedürfnisse zugeschnitten, internationale Startups für die Zusammenarbeit präsentiert. Zweimal pro Jahr absolvieren wir mit je rund internationalen 50 Startups einen Accelerator in den Themenfeldern AI, AR, VR, Blockchain, Cybersecurity big data usw., um die Startups bei ihrem Weg in den Markt zu unterstützen.

Der große Mehrwert ist ein perfektes Matching von etablierter Industrie mit neuen, agilen Tech-Startups basierend auf einem one-stop-shop Konzept. Open Innovation wird dort zur täglichen Praxis.

Wie sehen Sie grundsätzlich die startup-szene Szene in Österreich? Welche Herausforderungen und Trends sind zu erwarten? 

Im internationalen Vergleich ist die österreichische Startup-Szene noch klein und jung. Aktivitäten, wie WeXelerate, werden aber stark dazu beitragen, die Startup-Entwicklung zu beschleunigen. Gerade die engere Vernetzung mit Universitäten und Forschungseinrichtungen gehört in Österreich in vielen Themenfeldern noch stärker in den Mittelpunkt gerückt. Hierzulande gibt es wesentlich weniger Spin-Outs als in den führenden Innovationsnationen. Die großen Trends unterscheiden sich hierzulande nicht von jenen die global zu sehen sind: Künstliche Intelligenz überall, sog. Transparently Immersive Experiences – also das Verschwimmen von Menschen, Unternehmen und Dingen sowie digitale Plattformen. Für Unternehmen heißt es unabhängig davon, in welchem Sektor sie tätig sind, sich diesen Innovationen zu widmen. Das Überleben bzw. ein Wachstum darüber, ist einfach wesentlich wahrscheinlicher.

Können Sie Vergleiche zur Startup-Szene in anderen Teilen Europas, und speziell zu Finnland ziehen?

Finnland hat Slush. Das ist toll und eines der führenden Startup-Events weltweit. Das zieht top-tier Investoren an, das zieht Talente an und, das unterstützt die Industrie, die darauf aufmerksam wird. Zudem weist Finnland in den Tech-Feldern enorm gut ausgebildete junge Menschen auf. Wir sind ja hier in Wien auch schon mit einigen dieser in Kontakt und wollen sie in unser Ökosystem bringen. In Europa fasziniert mich weiters die Startup-Szene in Berlin – sehr professionell und dynamisch. Und dann natürlich Paris. Die Stadion-F wirkt weit über die französischen Grenzen hinaus. Tja, da gilt es hier in Wien am Ball zu bleiben und die Kräfte zu bündeln. Aber das sind wir ja mit WeXelerate auf einem sehr guten Weg.

Zum Abschluss ganz generell gefragt: Welche drei Dinge assoziieren Sie mit Finnland?

  • gut ausgebildete junge Menschen
  • starke erfolgreiche Brands, wie Fortum, Kone, Fiskars, Linux, Marimekko, Angry Birds, Sauna
  • kaltes Wetter

Zur Person

Eveline Steinberger-Kern, 1972 geboren in der Obersteiermark, ist Unternehmerin. Im Frühjahr 2014 hat sie die The Blue Minds Company GmbH gegründet, die sich mit den Fragestellungen der globalen Energietransformation auseinandersetzt, neue Geschäftsmodelle entwickelt und in Startups investiert. Davor war sie gut 20 Jahre in verschiedenen führenden Managementpositionen in der Energiewirtschaft und Industrie beschäftigt. Sie baute u.a. das Endkundengeschäft von VERBUND auf und leitete das Energiegeschäft für Siemens in CEE. Seit 2014 hat sie selber drei Unternehmen im Bereich digitaler Energieservices in Wien und Tel Aviv gegründet und entwickelt.

Neben den eigenen Gründungen ist sie seit 2014 auch Beteiligungen eingegangen und begleitet als Advisor Startups in den Regionen D/A/CH/CEE, Israel und den USA bei deren Markteintritt. Darunter etwa has-to-be, Visotech, bgood, WeAreDevelopers, grid singularity, Solarpaint,
Chakratec, Keepers, EnLedger oder Solarheap. Seit 2014 wurden dabei mehr als 60 neue Arbeitsplätze im In- und Ausland geschaffen.

Eveline Steinberger-Kern hat in Graz an der Karl-Franzens-Universität in Wirtschaftswissenschaften promoviert.
In Wien hat sie den Innovationhub WeXelerate mitinitiiert und mit aufgebaut. Dieser eröffnete im Herbst 2017 seine Pforten in der Praterstraße 1. Seit Sommer 2017 leitet sie das Advisory Board und seit Beginn dieses Jahres auch den Aufsichtsrat der WeXelerate. Weitere Aufsichtsrats- und Beiratsmandate hält sie in der Bank Austria Unicredit in Wien und KGAL in München. Bei Manageers, Startup Leitner und Female Founders ist sie Mentorin.

Privat ist sie seit 2009 mit Christian Kern, Ex-Bundeskanzler der Republik Österreich verheiratet. Gemeinsam haben sie eine 10-jährige Tochter.

By | 2018-05-29T18:04:07+00:00 29.05.2018|0 Comments

Im Interview: Simone Dulies, Direktorin im Hotel Bristol

„Die nordische Mentalität der Geradlinigkeit und Verlässlichkeit passt sehr gut zu uns“.

1.)   Sie sind gebürtige Deutsche und können bereits auf eine internationale Karriere als Hotelmanagerin verweisen. Wie kam es, dass Sie Direktorin des Hotel Bristols wurden?

Ich war 2011-2014 im Sheraton Bratislava und im Anschluss bis 2015 im Le Meridien Budapest tätig, wodurch die Nähe zu Wien gegeben war und ich die Stadt öfters besucht habe. Während meiner Besuche habe ich in Wien in verschiedenen Hotels übernachtet, aber das Hotel Bristol war immer mein Lieblingshotel und ist sehr schnell zu einem „Wiener Zuhause“ geworden. Dass dann der Posten des General Managers gerade in diesem Hotel vakant wurde, war natürlich eine schöne Fügung und für mich fast ein „Muss“ mich hier zu bewerben. Schließlich war es dann eine ganz wunderbare Überraschung, dass ich hier die erste weibliche Hoteldirektorin in der 125- jährigen Geschichte des Hotel Bristol wurde.

2.) Was macht das Hotel Bristol besonders? Wie würden Sie das Alleinstellungsmerkmal zu der Vielzahl an 5*Hotels in Wien beschreiben?

Das sind natürlich die einzigartige Lage direkt neben der Wiener Staatsoper sowie der unverkennbare Jugendstil, der den Charakter des Hauses prägt. Dies sowie die damit einhergehende 125- jährige Historie des Hauses mit den vielen musikalischen Größen die hier abgestiegen sind – Gustav Mahler, Giacomo Puccini, Nelly Melba, Herbert von Karajan, Leonard Bernstein und einige mehr – und die vielen langjährigen Mitarbeiter, die dem Haus eine ganz persönliche und familiäre Note verleihen, machen das Haus für mich so unverkennbar.

3.)   Welchen Anteil haben Gäste aus den nordischen Ländern in Ihrem Haus? Wie würden Sie diese Gästegruppe, Ihr Verhalten sowie Ihre Ansprüche beschrieben? Haben Sie auch Gäste aus Finnland?

Besucher aus den nordischen Ländern sind bei uns im Hotel Bristol aufgrund Ihrer sympathischen und angenehmen, herzlichen Art und Ihrem starken kulturellen Interesse, auch an der Geschichte des Hauses, sehr gern gesehene Gäste. Da sich unser Hotel im Luxussegment befindet ist der Anspruch – wie auch bei anderen Gästen – an unseren Service natürlich sehr hoch und das ist selbstverständlich auch etwas, was man sich vom Bristol erwarten kann.

Simone Dulies in IslandWünschenswert für uns ist es auf jeden Fall, den Anteil an Gästen aus dem nördlichen Europa in den kommenden Jahren zu erhöhen

4.) Welchen Bezug haben Sie generell zum Norden Europas?

Der Norden zieht mich vor allem privat als Reiseziel sehr an. Ich finde es nicht nur landschaftlich faszinierend, sondern mag ganz besonders auch die ruhige, aber doch äußerst humorvolle Art und den Lebensstil der Skandinavier. Ich war erst in diesem Jahr selbst in Island auf Urlaub unterwegs und bis 2020 steht definitiv Finnland ganz oben auf meiner Reiseliste, worauf ich mich schon sehr freue.

5.) Welche besonderen Schwerpunkte setzt das Hotel Bristol noch in diesem Jahr? 

Ganz aktuell haben wir unsere Positionierung als familienfreundliches Hotel wieder verstärkt und unser Kinderprogramm weiter ausgebaut. Das Bristol eignet sich ja besonders gut für einen Städteurlaub mit Familie, da wir über eine sehr große Anzahl an Verbindungs-Zimmern und Suiten verfügen. Neben vielen bestehenden Veranstaltungen, wie dem Salon Opéra for Kids, haben wir außerdem ein schönes Familien-Package mit vielen Amenities für Kinder,und eine neue, sehr liebevoll gestaltete Speisekarte für Kinder im Restaurant. Weiters haben wir die royale Bristol Bienenfamilie ins Leben gerufen – 4 Bienencharaktere deren Geschichten und Erlebnisse im Hotel Bristol in 2 eigens gestalteten Kinderbüchern herausgebracht wurden.

Außerdem setzten wir in der Bristol Lounge weiterhin auf innovative Küche und werden vor allem unser veganes Speisenangebot weiterhin ausbauen.

Einer der wichtigsten Schwerpunkte ist natürlich die enge und seit Jahren bestehende Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper. Hier liegt der Fokus vor allem auf dem jährlich stattfindenden Wiener Opernball sowie der Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Partnern der Kunstwelt.

Zur Person:

Die erste Direktorin im Hotel Bristol

Simone Dulies, Direktorin im Hotel BristolSimone Dulies kennt die Welt und eine Reihe führender Hotels.

Ihre Karriere begann in Düsseldorf (Apprentice Swissotel) Danach ging es für viele Jahre nach Amerika. Ihre dortigen Karriere-Stationen: Hotel Four Seasons, New Port Beach, Kalifornien. Dann das South Cost Plaza, ebenso in Kalifornien. Weiterere Karriereschritte waren die W Hotels in New York, sowie das Turnberry Luxury Collection Ressort in Schottland. Zurück in Kontinental-Europa gab es Managementaufgaben in Budapest und Bratislava. 2015 kam die gebürtige Rheinländerin Dulies schließlich ins Hotel Bristol in Wien. Als erste Frau leitet sie seitdem erfolgreich das Traditionshaus am Wiener Kärntner Ring 1.

By | 2018-05-16T06:16:15+00:00 07.05.2018|0 Comments

Im Interview: Honorarkonsulin Dr. Cattina Leitner

1.) Sie sind profilierte Juristin, entstammen einer bekannten Kärntner Unternehmerfamilie und sind mit einem der erfolgreichsten Manager des Landes verheiratet. Wie kommt es, dass Sie Honorarkonsulin Finnlands wurden?

Diese Frage können die Personen beantworten, die mich vorgeschlagen haben. Bestimmt war meine Begeisterung für Finnland und seine Menschen nicht zu übersehen. Ich bin durch die berufliche Tätigkeit meines Mannes zu Finnland gekommen. Vermutlich war es die Summe vieler Eindrücke, die dazu bewegt hat, mich vorzuschlagen.

Es ist mir ein ehrliches Anliegen, die Tradition der Freundschaft zwischen den beiden Staaten, die vieles gemeinsam haben, zu bewahren und zu pflegen.

2.) Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Finnland? Waren Sie schon öfters dort? Was war Ihr beeindruckendstes Erlebnis?

Ich war natürlich schon oft in Finnland, beispielsweise als Besucherin internationaler Konferenzen, für die österreichischen Universitäten oder um Freunde zu treffen. Ich schätzte die Verlässlichkeit und unkomplizierte Offenheit der Finnen, die von Small-Talk wenig halten und trotzdem nicht verstummen. Die Finnen haben ein stark ausgeprägtes Nationalgefühl, das nachvollziehbar in ihrer Geschichte wurzelt. Sie sind stolz auf ihre Unabhängigkeit, die sportlichen Erfolge und auch ihre spitzentechnologischen Leistungen. Finnland hat in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft neue Wege eingeschlagen, die für Österreich über weite Strecken beispielgebend sind.

2017 habe ich das weltführende Start-Up-Festival „Slush“ in Helsinki besucht. Ich bin zutiefst beeindruckt über die Art der Präsentation technologischen Fortschritts und des Engagements involvierter Persönlichkeiten. Slush ist der Inbegriff, wie eine radikale, aber zugleich positive Kultur von „pushing things forward“ betrieben werden kann. Das ist das moderne Finnland! Pöyry Management Consulting Austria hat dankenswerter Weise ideenstiftend und organisatorisch den Besuch ermöglicht, den ich gerne unterstützt habe.

Als Nebenereignis ist mir der Sprung ins Eismeer unvergesslich, den ich gemeinsam mit anderen wagte. Man fühlt sich danach unverletzlich wie der sagenhafte Siegfried, nur mit Strickhaube statt Lindenblatt.

3.) Ihr Honorarkonsulat firmiert in Graz. Welche Aufgaben werden dort wahrgenommen? Und welche besonderen Schwerpunkte möchten Sie setzen? Gibt es darüber hinaus Aktivitäten Ihrerseits?

Das Honorarkonsulat befindet sich im Zentrum von Graz. Bei den dort erledigten Aufgaben handelt es sich hauptsächlich um die Ausstellung von Lebensbescheinigungen (etwa für den Bezug einer Rentenleistung aus Finnland), Unterschriftenbeglaubigungen (für Bankunterlagen) oder die Beglaubigung von Abschriften. Daneben bieten wir im Honorarkonsulat natürlich diverse Hilfestellungen und Beratung für Finnen und Finninnen an und sind das Bindeglied zur Botschaft in Wien. Als Honorarkonsulin bin ich auch eine Repräsentantin Finnlands auf diversen Veranstaltungen.

Schwerpunktmäßig konzentriere ich mich darauf, die Menschen von Finnland und Österreich in jeder Hinsicht weiter zu vernetzen. Dies betrifft die Bereiche Wirtschaft und Tourismus, Bildung, Sport sowie Kultur.

Der gesellschaftliche Höhepunkt der Aktivitäten des Honorarkonsulats ist zweifellos der jährliche Empfang anlässlich des Finnischen Unabhängigkeitstages am 6. Dezember. Zum 100-jährigen Jubiläum im letzten Jahr gab es einen herausragenden Festakt im großen Sitzungssaal des Landtags der Steiermark. Ich habe mich gefreut, dass circa 150 Menschen unserer Einladung gefolgt sind.

4.) Wie sehen Sie die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder? Wo sehen Sie etwaiges Ausbaupotential?

Es gibt seit beinahe 100 Jahren diplomatische Beziehungen zwischen Finnland und Österreich und seit 1961 Botschaften im jeweils anderen Land. Die politischen Beziehungen können als sehr gut angesehen werden.

Zahlreiche Beispiele von finnischen Firmen, die ihre Niederlassungen in Österreich haben, und natürlich auch umkehrt österreichischer Firmen in Finnland, zeigen, dass die beiden Länder auch in wirtschaftlicher Hinsicht sehr gut zusammenarbeiten. Zu erwähnen sind zB die Andritz AG, Doppelmayr Seilbahnen GmbH, Wienerberger AG, DOKA Schalungstechnik GmbH oder Uddeholm Oy Ab. Und umgekehrt Kone, Kemira, Metso, Borealis, Valmet, Pöyry oder Kumera Antriebstechnik. Letztere Firma hat kürzlich ihren Standort in Graz erweitert und eine neue Fertigungs- und Montagehalle eröffnet und trägt somit dazu bei, dass wertvolle Arbeitsplätze geschaffen/behalten werden können.

Ausbaupotential sehe ich etwa im Bereich der Technologisierung. Der technologische Wandel hat eine hohe Geschwindigkeit und bietet mit der Digitalisierung die Grundlage für weiter reichende Vernetzungen. Wer in diesem Bereich das jedenfalls vorhandene Potential erkennen will, soll das bereits erwähnte Slush-Festival besuchen.

5.) Finnland und Österreich haben trotz geographischer Distanz viele Gemeinsamkeiten. Was denken Sie – wird sich die politische, soziale und wirtschaftliche Zukunft beider Länder auch in der Zukunft ähnlich entwickeln?

Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ländern gibt es viele. Dem Verlauf der Weltgeschichte geschuldet, feiern etwa beide Nationen ihre 100-jährigen Jubiläen fast zeitgleich. Beide sind neutrale Staaten und 1995 im Rahmen der ersten großen Beitrittsrunde der Europäischen Union beigetreten. Auch zur Friedenssicherung der Vereinten Nationen haben beide einen starken Beitrag geleistet, tausende Soldaten zu verschiedenen Missionen auf der ganzen Welt entsendet und oft sehr eng in denselben Operationen (UNDOF, UNIFIL, UNTSO, KFOR oder ISAF) zusammengearbeitet.

Sowohl Österreich als auch Finnland haben exportabhängige Volkswirtschaften, die sich auf ähnliche Bereiche, nämlich Maschinen und Fahrzeuge sowie auch Chemieprodukte, konzentrieren. Definitiv besser ist Finnland in der Gleichberechtigung, die das Verhältnis zwischen den Geschlechtern zu einem hohen Grad präsentiert. Das zeigt sich beispielsweise in der relativ großen Zahl von Frauen, die höhere Ämter in der Politik bekleiden oder sonstige hohe Posten in Sektoren der Gesellschaft einnehmen.

Beide Länder stehen mittel- und langfristig vor den gleichen Herausforderungen und besitzen sicher das Potential, Fortschritt und soziale Verantwortung in einen positiven Kontext zu bringen.

Kontaktinformation:

Honorarkonsulat von Finnland, Steiermark
Hans-Sachs-Gasse 7, 8010 Graz, 5. OG

konsulat.finnland.stmk@gmail.com

+43 677/61434392

Zur Person:

Ich bin 1962 in Graz geboren und in Spittal a. d. Drau/Millstättersee aufgewachsen. 1980 kam ich zum Studium der Rechtswissenschaften zurück nach Graz. Ich wurde Richterin mit zivilrechtlichem Schwerpunkt und wechselte 2015 in die Anwaltei. Seither pendle ich zwischen Wien und Graz.

Seit 1990 bin ich mit meinem Mann Wolfgang verheiratet. Wir haben zwei erwachsene Kinder.

Meine Freizeit widme ich jahreszeitabhängig dem Skifahren, Langlaufen und Schwimmen; ich lese und zeichne gerne und liebe Musik.

By | 2018-05-01T22:31:14+00:00 26.02.2018|0 Comments

Das Finnforum trauert um seinen Gründer

Jussi Harjulehto, der Gründer der finnisch-österreichischen Handelsgilde, ist am 25.01.2018 in Finnland verstorben. Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie.

1969 hatte Jussi Harjulehto die Idee, in Wien eine Handelsgilde zu gründen. Ziel war es schon damals, die finnischen Exportbemühungen zu unterstützen. Aus dieser Organisation entstand dann das Finnisch-Österreichische Wirtschaftsforum.

Ende der 1960er Jahre war Finnland gerade erst EFTA-Mitglied geworden. Doch der Export, besonders für kleinere Firmen, gestaltete sich schwierig, da es kaum Marktkenntnisse gab.
In seiner Eigenschaft als Handelsattaché Finnlands und als Vorsitzende der Finnisch-Österreichischen Handelsgilde hat Harjulehto sehr stark dazu beigetragen, dass damals vielen finnischen Firmen der Markteintritt nach Österreich überhaupt ermöglicht wurde. Er hat dazu sehr aktiv Informationsarbeit über den österreichischen Markt in Finnland geleistet.

Heute leben wir im Internet-Zeitalter. Doch Anfang der 1970er Jahre war die Weitergabe von Informationen, speziell über Ländergrenzen hinweg, kein einfaches Unterfangen. Selbst der Besitz eines Telefons war purer Luxus. Aus dieser Situation heraus wurde dank Harjulehto das erste Handbuch für Finnische Exporteure veröffentlicht. Sein Titel: „Viitteitä viejille“.

Harjulehto war definitiv eine wichtige Drehscheibe für das finnische Geschäftsleben in Österreich. Nach dem er seinen Posten als Handelsattaché beendet hatte, gründete er seine eigene Firma in Wien. Über viele Jahre hat er namhafte finnische Firmen vertreten und beim Export unterstützt.

Wir trauern um einen weitsichtigen Unternehmer und einen guten Freund.

Der Vorstand, im Namen aller Mitglieder und Freunde.

By | 2018-02-26T12:05:15+00:00 22.02.2018|Kommentare deaktiviert für Das Finnforum trauert um seinen Gründer

100 Years of Independence: Finland in a Complex World

A talk by his Excellency Hannu Kyröläinen, Ambassador of the Republic of Finland at Austro-American Society on 14 November, 2017

100 Years of Independence: Finland in a Complex World

Excellencies,

Honourable Mr. Huber,

Ladies and Gentlemen,

Let me start by thanking the Austro-American Society for giving me the honor of being invited to give a talk on this distinguished forum. Between Austria and Finland there are many similarities both in the past and in the present, and I hope that my particular Finnish point of view will be of interest to all of you present here tonight.

The title of my remarks “100 years of independence: Finland in a Complex World” may lead you to expect a historical overview. I will spare you of that. If anyhow, somebody in the audience would like to have one, a very condensed and brief overview is offered by the following ingenious quotation in the BBC History Magazine.

QUOTE: “The modern nation of Finland is the heir to many centuries of history; it was a wilderness at the edge of early Europe, a powerful component of the late medieval Swedish empire, and a Grand Duchy of Tsarist Russia – before declaring herself independent 100 years ago.” UNQUOTE

So the BBC leaves the hundred years of independence to be covered more in detail.

It is not my intention to cover the whole history of the independent Finland, either. Rather, I will make some remarks on the position of a small state like Finland in the salient points of history of the last century and on how my country has tried to survive and prosper and how it sees its future. For nations to truly flourish is becoming more demanding with growth of complexity in our common environment. Complexity is a challenge to every state, but I limit myself to a point of view from Finland.

What I mean by “complexity”, needs to be explained a bit. In fact, explaining complexity could take a long while, as experts on systems theory argue wildly what it is and what it is not. I am not going to be absorbed in that debate, but satisfy with a pretty large consensus on certain characteristics of complexity. These characteristics are in my view relevant when applied to physical, economical of political environment.

First characteristic is a system of many actors which interact with each other. Looking at the number of actors in an international system, we have seen a growth in the amount of states. Moreover, new categories of actors have emerged in addition to states. Enterprises, civil society organizations, social media networks, other non-state actors and their consortiums have today much more influence that let us say 50 years ago. As a consequence the possible interactive relationships grow enormously.

Second feature of complexity is the capacity of actors to receive process and send information. The developments in this sphere are quite evident to everybody – we live in a constant stream of information. The challenge is to keep an open-minded but critical viewpoint to all the information available. There often is not just one truth, and truth may also be actively blurred by some.

Third essential feature is the openness of the system we live in. Even those who would prefer to keep things and dealings secret find it growingly difficult to do so.

What is important in conditions of complexity is the ability of the actors to change their behavior on the grounds of feedback. They can adapt to the changes around them.

Very important characteristic of complex systems is that they are more than a sum of their parts. The whole cannot be seen looking at the parts. A good example of this is oxygen and hydrogen. If you study them separately, it is not easy to think of water.

This feature again leads to surprising and unexpected outcomes from the interactions in the system. Sometimes these outcomes are called Black Swans.

The outcomes can lead to non-linear developments: small things can lead to big changes which cannot be restored back to the original state of affairs.

Finally, complex systems operate without a clear center or a leader. They are self-organizing. This is the way in which, for instance, many terrorist groups and networks operate today.

How has complexity with its different characteristics hit home to Finland in the course of its history? If complexity has been and is growing, how should a small nation like Finland react to it? Is the space of free will shrinking with the increasing complexity? I will not try to use recent history of Finland as an empirical backdrop to verify anything about complexity. I just make an effort to indicate certain stages in history where this or that characteristic of complexity is present.

And if you take my point about complexity, then I argue that there are strategies to cope with complexity and that these strategies are particularly important for small states. It is quite obvious that the independence-minded Finns did not give a smallest of thought to complexity in 1917. However, it is quite exciting to look at the history of Finland from that point of view.

More than one hundred years ago the Finnish people, a distinctive group already as part of the Kingdom of Sweden, developed gradually their national, linguistic and cultural self-assertion. This continued and deepened as a Grand Duchy of Russia since 1809, when Finland could develop also her economy as an autonomous unit with a currency of her own.

But this gradual development towards independence, at times rolled back by Russian Tsars, could have been much slower, if there had not been internal developments in Russia which marked an abrupt societal and political discontinuity. When the October Revolution turned the Russian society upside down, the Finns saw their opportunity, seized it and declared Finland independent on 6th December, one hundred years ago.

The independence started under an unlucky star: next year Finns drifted in to a civil war. A consequent cleavage remained in the society, until it was largely bridged by an outside threat, an outside enemy, the Soviet Union.

Changes in military alliances between states – or today also between non-state actors – are typical situations which lead to non-linearity. Pre-war history in Europe is a good example.

The unprovoked attack of the Soviet Union on Finland in late November 1939 starting the Winter War was preceded by a real Black Swan for many European states, in particular for small states. I mean, of course, the rapprochement between the Soviet Union and Hitler’s Germany. An essential part of it was the Molotov – Ribbentrop Pact with which the two totalitarian giants divided part of Europe into spheres of influence.

Less unexpected was the brief duration of the understanding between Hitler and Stalin. When Hitler launched the Operation Barbarossa against Soviet Union in 1941, Stalin’s response included aerial bombings of Helsinki and other Finnish cities, and Finland was at war again. In her efforts to regain what was lost in the peace treaty ending the Winter War, Finland was assisted materially by Germany. However, Finland did not share the ultimate strategic goals of Hitler, and, among other things, Marshall Mannerheim did not yield to Germany’s request to strangle and destroy the city of Leningrad.

For Finland, the World War II finally ended with a separate military campaign, dictated by Soviet Union, to expel the remaining German troops from Finnish Lapland in late April 1945. Before that – over the summer 1944 – the obstinate defense of the worn-out Finnish Army in the Karelian Isthmus had led Stalin to abandon his plan to occupy Finland, and to order his divisions to join the race to Berlin, instead.

An interesting historical fact is that London, Helsinki and Moscow were the only three capitals among the warring European nations that were not occupied in the course of the World War II.

From a security policy point of view Finland’s environment was plagued by discontinuities and changes in the alliances of states, a trend that would not immediately go away with the end of the WW II.

Finland tried to react to these changes in different times by adopting policies which sought to rely on Nordic cooperation, assistance by major European states or cooperation with Germany.

The military defeat to the Soviet Union induced the Finnish foreign-policy leadership to make a harshly realistic re-evaluation where the neighborhood of the Soviet Union was accepted as a permanent fact and basis for future foreign and security policy. On the policy level this led to a conclusion that Finland as a country, which would defend her own values, integrity and territory in any case, would not let her territory to be used as a base for aggression against Soviet Union.

You could say that Finland’s foreign policy leadership saw it necessary to change foreign policy orientation to secure democracy and basic values at home. To carry this out was quite a complicated balancing act during the post-war years, when the war-time alliance against Nazi-Germany soured into Cold War, thus resulting in bigger and smaller states to take sides, and when the Communists tried to seize power in countries like Finland, Czechoslovakia or Greece through parliamentary and extra-parliamentary means. In Finland they failed on both fronts.

In this constellation Finnish Governments used multilateral institutions both to defend democratic values and to position Finland internationally. A membership in the Nordic Council sent a clear signal of Finland’s closest value community. Cooperation of the five Nordic countries, by the way, is a prime example of a system which is much more than a sum of its parts. Nordic countries and “a Nordic Model” have been and continue to be a model for many around the globe. The Nordic countries formed a passport union long before the Schengen and granted a free movement of labor inside their borders before the European Union.

Finland’s membership in the United Nations, on the other hand, offered Finland a useful political framework not only to commit herself to the values and goals of the UN Charter but also to foster her political neutrality and status outside the two military alliances, the Warsaw Treaty Organization and NATO. An important tool in this contextual policy was Finland’s contribution to the peacekeeping operations of the United Nations. The countries contributing to the PKOs were chosen mostly from countries outside military alliances of the Cold War, thus the imprint on Finland was seen to consolidate her neutrality.

Finland did not exercise policy of neutrality in the value sphere or in the economic sphere. Soviet Union jealously watching, Finland developed her economic integration with the West – with a low profile but with determination. Finland joined the Bretton Woods Institutions, arranged her relations with European Free-Trade Area (EFTA) through a FIN-EFTA agreement and joined the OECD. This Western orientation was fully realized in 1995 when Finland joined the European Union together with Austria and Sweden. After the EU accession the Finnish Government ceased to call the country neutral, and the current qualification is “a country not belonging to any military alliance”.

If the foreign policy of Finland has been adapting to changes and complexities of our environment, adaptation has been on-going also in the national economy and social development. The post-war agrarian society which – and this is illustrative – still in early 50’s received assistance from the UNICEF, has transformed itself to a large extent post-industrial society resting on innovations rather than on manual work. And yes, today Finland is among the top donors per capita to the UNICEF. Economic integration within the EU, including joining the Euro area in 2002, has played a remarkable role in Finland’s development.

A prime example of non-linear international development is, of course, the collapse of the Soviet Union and Communist system in Europe. The magnitude of this incident led even to a conclusion of the end of history. That conclusion turned out to be over the top, and the recent development of Russian domestic and foreign policy seem to restore part of the continuity. Nevertheless, non-linearity was there, and the rest of the world, especially Europe, had to cope with that.

The previous bi-polar global system turned into a unipolar one, led by the United States. Today, Russia is trying to regain its status in the global strategic setting where China, too, is increasing its influence, and the debate continues on the possible withdrawal of the United States from its leading role. This certainly has led to growing complexity in the world, where also non-state actors are claiming a bigger role.

The frontline technologies both in communication and production are more easily and widely available to almost anyone with money. This produces many challenges for traditional players in international relations – the states and their rules-based international institutions and regimes. Handling the challenges becomes more difficult when at the same time the global values to which states commit themselves having signed the UN Charter are, unfortunately, being eroded by many.

Let us take a closer look at what we are facing in some sectors.

Media is changing. We have just learned to speak about the social media, when suddenly for many in the younger generation media is only social media, and the old media, printed or electronic, is being sidelined. This change covers things from communication, customer behavior to recruiting terrorist fighters. The diminishing role of the printed media, by the way, is reducing the demand of printing paper, one traditional export item of Finland, encouraging our forest industry into bolder innovations.

The Internet of Things, 4th industrial revolution and 3D-printing as examples within digitalization are already with us, changing both ways of production, business models as the nature of work. Many jobs will disappear, new ones will emerge. Examples of the consequences are daily and abundant. In Finland, two biggest financial groups announced some weeks ago that in each of them several thousand employees will be redundant during coming years due to digitalization.

Maybe the most significant domain of complexity is ecology. It is obvious that some forms of environmental degradation have already now lead to non-linear changes, at least in time scale of humanity. And some others may have taken place without us yet observing them fully. The climate change is very much in focus – not least because there is a UN Climate Change Conference underway in Bonn right now. But as big impact as climate change may be caused by the acidification of the oceans.

We in the EU are occupied with irregular migration and its many effects on us. There is a consensus on the need to influence the root causes of migration. Environmental degradation is perhaps not the main cause, but in many cases drought, floods or storms can be the last straw which makes people leave their dwellings and move, first to cities and therefrom abroad, despite risks.

I could continue the list, but I hope these examples make it clear that complexity and its various manifestations are growing around us.

Earlier I spoke about how complexity has changed Finland’s foreign policy environment and how Finland has responded to them. When complexity grows in every sector, and new threats and new instability are born, responding to them successfully is more demanding. But change also brings new opportunities. Grabbing them quickly opens profitable perspectives in the present winner-takes-it-all Platform Economy.

The Government of Finland recognized the fundamental and far-reaching changes in its operating environment when it published its recent report on Finnish Foreign and Security Policy. The report considered it necessary to keep a constant eye on the external environment and maintain a readiness to adjust not activities but also policy priorities in order to respond to changes. In the Government’s view the most important external variables in Finland’s foreign and security policy environment are global trends, political and security development in areas important to Finland, actors in foreign and security policy as well as international rules.

As I have already touched upon some aspects of global trends, actors of international relations and the rules-based system, let me say a few words about my Government’s assessment regarding security developments in areas close to Finland.

Changes in the international security environment, the return of Russia to thinking in terms of power politics, its internal development, the growth of its military potential and increasing military activity challenge the very foundations of the European security regime and thereby create instability in Finland’s operating environment.

The Finnish Government assessed that the security of Europe and the Baltic Sea region has deteriorated. The illegal annexation by Russia of Crimea and the conflict created by it in Eastern Ukraine has led to increased tension and military activity in the Baltic Sea region. A more tense security situation in our vicinity will directly impact Finland.

Are there characteristics of complexity in this tense situation? In my mind, there are, at least one typical feature, to which many observers have referred to. The increased military activity, including near misses in the air and air space violations, has increased the likelihood of military or civil-military incidents. They could escalate into something more serious, unintended outcomes.

What is Finland’s general approach to the challenges of complexity when we are about to start the second centenary of our independent state?

The Finnish Government Report stresses the importance of strong domestic value base and well-functioning institutions for running successful foreign and security policy. Similarly important for Finland’s over-all competitiveness are high expertise, sustainable development and open-minded innovations based on experimentation and digitalization. Thus, the responsibility for success in security and welfare rests on the shoulders of the whole society which must be both bold and agile in developing new and resilient ways if hit by a crisis. The role of education, starting from the early years and ranging to life-long learning, has a crucial role. Maintaining high degree of equality, both between men and women and in terms of income, is a Finnish asset, too.

Nobody is immune to global transformation. Small nations like Finland can influence global trends by intensifying cooperation with other actors. By anticipating the winds of change and by efficiently and flexibly tapping into its own strengths Finland can strengthen its international status and prosper.

If a state wants to prosper in a complex environment, isolation from international interaction is not an option. The Finnish people, with an exception of some small nationalistic-minded groups, believe that active participation in international cooperation best advances Finland’s interests and is a part of Finland’s global burden-sharing.

Strengthening of multilateral rules-based international order is necessary for a small nation in a complex world. A world based on cooperation, respect for international law and the UN Charter is important to Finland’s goals.

Being a country that relies on foreign trade Finland finds it important to strengthen the multilateral trade regime. Finland is strongly supporting new EU Trade and Investment partnerships. We want to improve the capacity of international organizations to tackle even new global challenges, such as cyber issues. Finland also underscores the importance of arms control.

In the security domain, too, Finland is in favor of return by all to Europe-wide cooperation, based on the principles of the Helsinki Accords and the Paris Charter. The European Union is Finland’s value community. Finland aims at bolstering the EU as a security community that cultivates cooperation among its Member States.  Finland advances the EU’s capability to transform itself and meet both internal and external challenges.

Finland is strongly in favor of developing defense cooperation within the EU. In line with this goal, Finland together with 22 other EU Member States, announced yesterday that they will join PESCO, permanent structured cooperation which aims to jointly developing defense capabilities and making them available for EU military operations.  Finland sees it timely to also develop capabilities to recognize hybrid influencing and to react to it.

To prevent armed attacks, Finland maintains a national defense capacity tailored to its security environment and continues defense cooperation with others. Bilateral and multilateral defense cooperation is an important part of maintaining, developing and using Finland’s defense capacity and deterrence. The capability to receive military assistance is an important part of defense development.

In Finland’s bilateral cooperation Sweden enjoys a special status. We have a long historical bond, shared values, diverse contemporary ties and widely integrated economies. Finland and Sweden evaluate their respective security environments mostly from similar points of departure, which is a good basis for deepening foreign and security policy and defense cooperation. Defense cooperation with Sweden aims at strengthening the security of the Baltic Sea region as well as the defense capabilities of the two countries.

The commitment of the United States to NATO and its military presence in Europe continue to be essential to Finland’s security. Finland will intensify its security policy and defense cooperation with the United States.

Russia is Finland’s neighbor, and its democratic development and stability are important. We share 1 340 kilometers of land border with Russia. The EU’s common positions on Russia form the basis for Finland’s action. Finland aims to maintain stable and well-functioning relations with Russia.

In Finland’s cooperative network NATO has a significant place. NATO is the key actor in advancing transatlantic and European security and stability. Finland’s partnership with NATO is wide-ranging and enhanced. NATO’s enhanced Opportunity Programme (EOP) is a useful instrument for us in maintaining and developing our NATO partnership. The development of military cooperation with NATO is one of the key elements through which Finland maintains and develops its national defense and the capabilities for defending its territory.

Naturally, the partnership cooperation does not include any Article 5 –based security guarantees. While carefully monitoring the developments in its security environment, Finland maintains the option to seek NATO membership.

I believe that for a small country it is both necessary and possible to prepare for the complexity around it. Surely, there cannot be any guarantee of success in conditions of complexity, however well one prepares for it.

But to improve one’s chances, there are some things even governments and countries can do. The Government of Finland does not have a “complexity strategy”, but it looks to me that it has come to some conclusions which improve the chances to surf of the wave of change instead of being submerged by it.

First, one has to recognize the complex nature of one’s environment. Secondly, one has to watch it constantly, to analyze it and anticipate its development. Third, one has to have one’s own house in order and remain at the edge of innovations and its habitants unified in their support. Fourth, one has to be agile. Fifth, develop cooperative networks. Sixth, enhance and develop cooperative action based on commonly accepted rules.

And remember what is usually said in the emission brochures: “Past performance is not a guarantee of future results”.

 

By | 2018-02-22T09:39:43+00:00 30.11.2017|0 Comments

Hochwertige Kosmetik aus Finnland

Inari Artic Beauty startet mit Crowdfunding Kampagne im deutschsprachigen Raum

Das junge Unternehmen beschreibt seine Produktinnovation wie folgt:

„INARI Arctic Beauty ist eine natürliche Gesichtspflege, die aus sorgfältig ausgewählten Inhaltsstoffen zusammengesetzt ist. Die neue exklusive Beauty-Marke mit finnischen Pflanzenwirkstoffen wird im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Alle aktiven Pflanzenwirkstoffe stammen aus der arktischen Natur. Wir bringen eine ganz neue Region in die Welt der hochwertigen Naturkosmetik.

Es ist die intensive Energie der Sonne, die in den kurzen arktischen Sommern 24 Stunden lang auf die Pflanzen einwirkt. Die Konzentration an Inhaltsstoffen ist daher entsprechend hoch – entsprechend ist deren Wirksamkeit. Auch das sonstige Umfeld nördlich des Polarkreises in Finnland bringt gute Voraussetzungen für erstklassige Rohstoffe: Luft und Grundwasser sind sehr sauber, es gibt keine Umweltbelastung, die Temperaturen sind nur mäßig.

Unterstützt und begleitet von professionellen Entwicklern und Wissenschaftlern fließen unsere eigenen positiven Erfahrungen mit der Naturkosmetik, jahrelange Erfahrung und die intensive Auseinandersetzung mit dem aktuellen Marktgeschehen und internationalen Kosmetiktrends in die INARI Arctic Beauty Pflegelinie ein.

Wir besetzen hier die Nische „Arctic Beauty“. Die erste Serie an Produkten wird im Frühjahr 2018 auf den Markt kommen. Alle Produkte werden in Deutschland und Finnland entwickelt, die Produktion findet in Finnland statt.“

Genauere Informationen zur Marke:
www.inari-cosmetics.com

Alle Informationen zur aktuellen Crowdfunding-Kampagne:
https://www.kickstarter.com/projects/939148805/arctic-beauty-for-your-skin?ref=email

 

By | 2017-11-30T02:58:02+00:00 30.11.2017|0 Comments

EU Datenschutz-Grundverordnung: Ein unterschätztes Thema?

Unser Mitglied Dr. Bernd Schauer weist in einem Fachkommentar auf die Dringlichkeit für Unternehmen hin, rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen. Denn bei Verstößen drohen besonders hohe Geldstrafen.

Änderungen im Datenschutz – Neue Rechtslage für personenbezogene Daten ab dem 25. Mai 2018

Mit der am 14.4.2016 vom Europäischen Parlament beschlossenen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wird das Datenschutzrecht in Europa auf eine neue rechtliche Basis gestellt. Durch die neuen Regelungen werden insbesondere die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die Betroffenenrechte und die Pflichten der Verantwortlichen EU-weit vereinheitlicht.

Mit der neuen Rechtslage kommen ab dem 25.5.2018 einige wesentliche Neuerungen auf Unternehmen zu, die bereits jetzt umfangreiche Vorbereitungsarbeiten notwendig machen.

Der hierbei entstehende Mehraufwand für Unternehmen ist nicht zu unterschätzen. Beispielsweise sind alle Datenanwendungen in Unternehmen zu erheben, in einem eigenen Verzeichnis schriftlich zu erfassen und entsprechend den gesetzlichen Anforderungen zu dokumentieren. Organisatorische Maßnahmen wie die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten und die entsprechenden technischen Abläufe und Prozesse im Unternehmen sind jedenfalls vor Mai 2018 einzuplanen, um künftig auf die neue Rechtslage reagieren zu können.

Da die künftigen Datenschutzbestimmungen hohe Geldbußen von bis zu 20 Mio Euro oder von bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes vorsehen, ist Unternehmen dringend zu empfehlen, sich rechtzeitig mit der DSGVO zu befassen und sich auf das neue Datenschutzrecht vorzubereiten.

Ausnahmen vom Anwendungsbereich des neuen Datenschutzregimes sind nur sehr eingeschränkt vorhanden. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jedes Unternehmen, das in irgendeiner Weise personenbezogene Daten (z.B. Daten von Mitarbeitern, Kunden- oder Lieferantendaten ) verarbeitet, von den neuen Regelungen betroffen ist.

Wenn Sie Beratung bzw. Unterstützung bei der Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben benötigen, können wir gerne unsere Dienste anbieten.

Kontakt: Mag. Dr. Bernd Schauer, CMC

lawvision information systems GmbH

Rußbergstrasse 61 Top 1
1210 Wien
Österreich

Telefon: +43 (1) 997 1190 – 0
Telefax: +43 (1) 997 1190 – 99
Mobil: +43 (699) 1056 1191
E-Mail: bernd.schauer@lawvision.eu
Web: lawvision.eu

By | 2018-02-22T09:39:45+00:00 22.10.2017|0 Comments

MediClass
Schnelle und pünktliche Arzt-Termine für Sie und Ihre Mitarbeiter

Mediclass Ärztezentrum

Mediclass Gesundheitsclub GmbH
A-1020 Wien, Vorgartenstraße 206C
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Tel 01/890 45 20 – 60
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By | 2018-02-22T09:39:45+00:00 15.10.2017|0 Comments
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