“Global agierenden Industriekunden gleichbleibend hohes Niveau von Servicedienstleistungen und Produkten bieten”

  1. Wann und wo genau wurde KONECRANES gegründet? Wie entstand das Unternehmen?

Es war im Jahre 1910, als der finnische Elektrotechnik-Betrieb Strömberg sich entschied, den Geschäftsbereich Reparatur und Verkauf von erneuerten Motoren als eigenständige betriebliche Einheit zu führen. Die neue Firma erhielt den Namen KONE. Nachdem man sehr bald begonnen hatte Aufzüge zu produzieren hat man im Jahr 1933 die erste Krananlage verkauft. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich daraus ein eigener Geschäftsbereich von KONE, was im Jahr 1994 darin mündete, dass dieser letztendlich als KONECRANES unabhängig von KONE wurde und schließlich 1995 an die Börse gebracht wurde und heute der Weltmarkführer für Krananlagen und Servicedienst-leistungen auf diesem Gebiet geworden ist.  

  1. Wofür steht das Unternehmen? Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal?

Unser Unternehmen steht dafür, dass wir uns als integrierten Bestandteil der Produktionsprozesse unserer Kunden sehen und mit unseren Produkten und Dienstleistungen dafür sorgen, dass diese produktiver und sicherer ablaufen können. Letztlich gibt es kaum ein Produkt, das nicht irgendwann zwischen Erzeugung und End-Konsument – oder auch Entsorgung – gehoben werden musste. Als Alleinstellungsmerkmal wäre neben dem aufgrund unserer Größe und Kapitalstärke vorhandenen Fokus auf Produktinnovation sicher zu nennen, dass wir als einziges Kran- und Kranservice-Unternehmen wirklich global aufgestellt sind. D. h., dass wir unseren global agierenden Industriekunden weltweit, in welchen Märkten auch immer, gleichbleibend hohes Niveau von Servicedienstleistungen und Produkten bieten, welches diese auch aus ihren Heimmärkten gewohnt sind.

  1. Was ist das typisch Finnische am Unternehmen?

Das ist eine schwierige Frage, nachdem wir ein echter globaler Player sind und wahrscheinlich die finnischen Mitarbeiter mittlerweile in der Minderheit sind. Aber ich würde sagen, dass wir trotz dieser Tatsache und, dass wir ein börsennotiertes Unternehmen sind, es geschafft haben ein menschliches Antlitz zu bewahren, die Strukturen relativ flach zu halten und ein sehr guter Platz zu arbeiten sind.

  1. Seit wann gibt es das Unternehmen in Österreich? Welchen Stellenwert hat es hierzulande?

Unser Unternehmen geht aus einer der ersten Auslandsakquisitionen von KONE hervor. Im Jahre 1974 wurde zuerst der Aufzugsbereich und schließlich 1976 der Kranbereich der altösterreichischen Firma Stefan Sowitsch Maschinenfabrik erworben. Die 100%ige Trennung der Unternehmen KONE und KONECRANES wurde auch hierzulande vollzogen. Heute sind wir in Österreich Markführer bei Industriekranen und Servicedienstleistungen.

  1. Welche Höhepunkte erwarten Sie 2017 für das Unternehmen? Welche Wachstumspläne haben Sie für Österreich und auch global?

Eines der bemerkenswertesten Ereignisse wird 2017 sicherlich die Übernahme der MHPS-Sparte (Material Handling & Port Solutions) des US-Konzerns Terex darstellen. Damit erwerben wir die Marken Demag, Gottwald, Noell, Donati und Fantuzzi und werden von einem 12.000 Mitarbeiter-Unternehmen zu einem 17.000 Mitarbeiter-Unternehmen und somit endgültig zum größten Unternehmen der Branche.

In Österreich werden wir 2017 – zusätzlich zum oben erwähnten – unser neues zeitgemäßes Servicesystem Mainman in Betrieb nehmen, dass den endgültigen Abschied vom Papierzeitalter darstellen wird und unseren Kunden volle Transparenz über den Zustand und die Kosten Ihrer Krananlagen über das Kundenportal im Internet yourKonecranes.com bietet. Erstmals werden unsere Kunden wirklich die Life-Cycle-Kosten ihres Maschinenparks unter Kontrolle haben. 

Zu KONECRANES

Konecranes zählt zu den Weltmarktführern im Bereich Lifting Businesses™ und versorgt Unternehmen der Produktions- und Prozessindustrie, Werften und Häfen mit innovativen hebetechnischen Lösungen. Konecranes bietet Hebezeuge und Dienstleistungen für alle hebetechnischen Anforderungen, die zu einer höheren Wertschöpfung, Sicherheit und Effizienz beitragen.

Im Jahr 2015 erzielten wir mit 600 Standorten in 50 Ländern und 11.900 Mitarbeitern einen Umsatz von 2.216 Millionen Euro, wobei Equipment einen Anteil von 56% und Servicedienstleistungen einen Anteil von 44% vom Gesamtumsatz hält.

Zur Person

Robert Höfler ist Geschäftsführer KONECRANES Österreich und ist seit 2012 gebietsverantwortlich für Südosteuropa mit den Ländern Österreich, Tschechien, Polen, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Rumänien und Griechenland.

Höfler ist seit 20 Jahren im Unternehmen tätig:

1997 Beginn als Serviceleiter für Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Kärnten

Ab 2000 Vertriebsleiter für Neu-Equipment in Österreich

Ab 2010 Ausbau des österreichischen Standorts als Zentrale für Süd-Ost-Europa

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