Die Außenwirtschaft Austria der WKO lud vom 16.-19.3.2015 zu einer Reise nach Helsinki und Stockholm ein. Der AWO-Deligierte Dr. Herwig Palfinger gab im Rahmen der Veranstaltung einen Überblick zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich nachhaltigen Hochbaus bzw. umweltfreundlicher Stadtentwicklung. Die Teilnehmer bekamen vom „großen Horizont“ städteplan- erischer Szenarien bis zur praxisorientierten Einführungen in die Strukturen des örtlichen Baustoffgroßhandels vielseitige Informationen, die ihnen den Markteinstieg ermöglichen bzw. den Ausbau ihrer Marktposition erleichtern sollen.

Sowohl in Finnland als auch in Schweden erleben Ballungszentren ein massives Wachstum, mit dem die örtliche Bauwirtschaft nicht Schritt halten kann. Konservativen Akteuren stehen moderne Konzepte gegenüber, die u. a. Holz als „neuen“ Baustoff für großvolumige Bauten favorisieren, aber auch als Problemlöser für Renovierungs- bzw. Modernisierungsprojekte definieren.

Selbst wenn die finnische Wirtschaft derzeit schwächelt und dabei auch die Reallöhne stagnieren, ist im Baubereich das Renovieren davon ausgenommen. Die zahlreichen Betonbauten aus den sechziger und siebziger Jahren müssen saniert werden, was gerne auch zum Errichten zusätzlicher Stockwerke genutzt wird. Für letztere ist nach Regierungsvorgaben bevorzugt Holz zu verwenden. Im Übrigen wird die Bauwirtschaft 2015 noch stagnieren, der starke Zuzug in den Raum Helsinki macht aber die Realisierung bereits geplanter Projekte für etwa 80.000 Wohneinheiten immer dringlicher.

Weitere Informationen finden Sie unter dem folgenden Link:
https://www.wko.at/Content.Node/service/aussenwirtschaft/fi/Nachhaltiges-Bauen-in-Finnland-und-Schweden.html
Quelle: WKO, gekürzt; Foto Dr. Herwig Palfinger